Trotz Osteoporose: Sport beugt Stürzen vor

Trotz Osteoporose: Sport beugt Stürzen vor

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<b>Karlsruhe. </B>Im Alter leiden gerade Frauen häufig unter einer abnehmenden Knochenfestigkeit und einer Erweichung des Knochengewebes, auch Osteoporose genannt. Trotzdem sollten sie keine Angst vor Bewegung haben.

Das sagt der Karlsruher Arzt Matthias Frank, Sprecher des Hausärzteverbandes in Baden-Württemberg: „Die beste Therapie gegen die Osteoporose ist die Vorbeugung durch Bewegung”, betont er.

Das gilt sowohl für die tatsächliche Vorbeugung des Knochenschwunds bereits im jüngeren Alter als auch für den Fortschritt der Krankheit bei reiferen Patienten.

Hier sind es vor allem zwei Auswirkungen der körperlichen Betätigung, die den Betroffenen zugute kommen: Zum einen verbessert Sport die Koordinationsfähigkeit und hilft so, Stürzen und damit Knochenbrüchen vorzubeugen. Zum anderen wird dem in der zweiten Lebenshälfte typischen Muskelabbau entgegengewirkt und die Muskeln werden gekräftigt, so dass eventuell doch stattfindende Stürze besser abgefangen werden können.

Folglich profitieren Osteoporose-Patienten am meisten von Sportarten, die sowohl Koordination als auch Muskelaufbau und Ausdauer fördern - Walking, Schwimmen und Muskelaufbauübungen wie etwa Rückentraining. „Sehr gut geeignet für Ältere zur Förderung der Muskelkoordination ist Schwimmen oder Golfspielen”, erläutert Frank.

Die Sturzgefahr ist genauso wie die Belastung der Gelenke sehr niedrig, während gleichzeitig nahezu alle Muskelgruppen gestärkt werden. Auch Gymnastik zu Hause bietet sich an, ebenso wie Radfahren. Allerdings gilt: „Fahrradtouren sind nur zu empfehlen, wenn die Betroffenen ansonsten noch fit sind.

Wer nicht mehr so beweglich ist, sollte eher auf den Heimtrainer zurückgreifen. In jedem Fall sollten sich Betroffene von ihrem Arzt beraten lassen und zur Sicherheit einen Belastungstest bei ihm durchführen”, sagt der Experte.
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