Triggerpunkt-Therapie kann Verspannungen lösen

Von: ddp
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Saarbrücken. Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Ein gezielter Nadelstich kann Schmerzen und Verspannungen in Rücken oder Nacken regelrecht „wegzaubern”, so dass der Betroffene innerhalb von Sekunden schmerzfrei ist.

„Genau darum geht es bei der sogenannten Triggerpunkt-Therapie”, erläutert Martin Hess, Orthopäde aus Saarbrücken.

Das Prinzip: „Oftmals sind Rückenschmerzen oder Gelenkbeschwerden auf chronisch verhärtete, angespannte und schlecht durchblutete Muskelareale zurückzuführen - die Triggerpunkte”, erklärt der Fachmann. „Der Arzt sticht entweder mit einer Nadel in den entsprechenden Triggerpunkt oder er injiziert dort ein lokal wirkendes Schmerzmittel. Auch spezielle Dehnungen der Punkte bringen eine Linderung.”

Verspannungen und Schmerzen würden kurz danach regelrecht zerfließen, beschreibt der Experte die Wirkung der Therapie.

Die Anzahl der benötigten Sitzungen sei individuell verschieden und hänge vom Ausmaß und auch der Art der Schmerzen ab: „Manchmal reicht bereits eine Behandlung, um die Schmerzen zu beheben, in anderen Fällen sind fünf bis zehn Anwendungen nötig.”

Es gibt allerdings einen Wermutstropfen: „Die Kosten werden von den Krankenkassen nicht übernommen und belaufen sich auf etwa 10 bis 15 Euro pro Behandlung”, sagt Hess. Grund: Es gibt keine wissenschaftlich exakte Definition eines Triggerpunktes - und deswegen auch keine ausreichenden Studien zur Wirksamkeit des Verfahrens.
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