Syphilis bleibt anfangs oft unbemerkt

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München. Eine Ansteckung mit Syphilis macht sich meist erst spät bemerkbar. Da die Geschlechtskrankheit anfangs ohne Beschwerden abläuft, bemerken betroffene Frauen typische Symptome oft nicht.

Unbehandelt kann die Erkrankung allerdings schwere Organschäden verursachen und zum Tode führen, warnt Klaus König vom Berufsverband der Frauenärzte in München. Verursacher sind Bakterien, die mit hohen Penicillindosen in der Regel gut behandelbar sind.

Zu den ersten Anzeichen der Syphilis gehört ein schmerzloses Knötchen am Scheideneingang oder im Mund. Die umliegenden Lymphknoten schwellen an, schmerzen aber nicht, erläutert König. Nach zwei bis sechs Wochen heilt das Geschwür meist von allein wider ab.

Später machen sich bei einigen unbehandelten Erkrankten Fieber, Müdigkeit, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen bemerkbar. Außerdem kann es auch zu Knochenhautentzündungen oder einer Entzündung der Hirnhäute kommen. Mit verschiedenen Testverfahren lässt sich der Erreger nachweisen. Dem Robert-Koch-Institut zufolge gab es im Jahr 2004 in deutschen Großstädten zwischen 10 und 19 Syphilis-Fälle pro 100.000 Einwohnern. Der beste Schutz vor einer Ansteckung ist es, ungeschützten Geschlechtsverkehr zu vermeiden.

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