Studie: Soziales Engagement hält im Alter geistig fit

Von: dpa
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Rostock/Bamberg. Soziales Engagement scheint sich positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit im Alter auszuwirken.

Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie der Universität Bamberg und des Instituts für Demographie in Wien. Basis waren Daten des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE), für den 23.000 Menschen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren aus zwölf Ländern befragt wurden.

Es zeigte sich, dass im zunehmendem Alter die Erinnerungsfähigkeit nachlässt, teilt das Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock mit.

Getestet wurde, an wie viele Wörter einer Liste sich die Probanden erinnern. So konnten sich 50-Jährige in Österreich und Deutschland im Schnitt an fünf Begriffe erinnern, knapp 80-Jährige nur noch an zwei. Die Forscher untersuchten, welchen Einfluss verschiedene Faktoren auf den Rückgang der Erinnerungsfähigkeit im Alter haben.

Es zeigte sich, dass soziales Engagement, Bildung und der Verbleib in der Erwerbstätigkeit die Erinnerungsfähigkeit fördern. Rauchen, körperliche Trägheit, Fettleibigkeit und Alkoholkonsum wirkten sich dagegen nachteilig auf die kognitive Leistung aus.

Die Forscher schränkten jedoch ein, dass der beobachtete Zusammenhang zwischen höheren kognitiven Fähigkeiten und höherem sozialen Engagement nicht völlig erklärt werden konnte. Auch könnte der verstärkte Zugang zu Bildung in den vergangenen Jahrzehnten ein Grund für ein bessere Erinnerungsfähigkeit bei jüngeren Gruppen sein.

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