Studie: Fließbandarbeit lässt Gehirn schneller altern

Von: ddp-nrw
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Dortmund. Wer viele Jahre eintönige Arbeit am Fließband verrichtet, altert im Kopf schneller als Kollegen mit abwechslungsreichen Aufgaben. Das geht aus einer am Freitag vorgestellten Studie der Technischen Universität Dortmund hervor.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hatte eine dortige Forschergruppe die Stärken und Schwächen älterer Arbeitnehmer und die Besonderheiten bei der Fließbandarbeit untersucht.

Basis der Untersuchungen waren 91 Mitarbeiter eines Autoherstellers. Sie wurden in vier Gruppen eingeteilt: jüngere und ältere Fließbandarbeiter sowie jüngere und ältere Arbeiter, die nicht am Fließband arbeiten. Während die Teilnehmer in rascher Abfolge unterschiedliche Aufgaben am Bildschirm absolvierten, maßen die Forscher ihre Gehirnaktivitäten. Herauskam, dass die älteren Arbeiter, deren alltägliche Arbeit abwechslungsreicher war, geistig so fit waren wie ihre jüngen Kollegen vom Fließband. Die älteren Fließbandarbeiter schnitten hingegen schlechter ab.

Die Ergebnisse bedeuten nach Angaben der Forscher nicht, dass die Fließbandarbeiter schlechtere Arbeit machten. Die Tests zeigten lediglich, dass Fließbandarbeiter ihr Gehirn bei der Arbeit abstellten. Die Hände funktionierten fast automatisch, während die Gedanken ganz woanders seien. Um das Gehirn besser zu aktivieren, raten die Forscher zu mentalem Training.

Die Studie ist auch in der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins der Universität Dortmund nachzulesen. „Mundo” ist online verfügbar unter der Adresse tu-dortmund.de/uni/UniCampusleben/Campusmedien/mundo_online.
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