Hamburg - Studie: Eierstockkrebs wird meist falsch behandelt=

Studie: Eierstockkrebs wird meist falsch behandelt=

Von: ddp
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Hamburg. Die meisten Patientinnen mit Eierstockkrebs werden einer Studie zufolge in Deutschland falsch behandelt.

Nur jede dritte Betroffene im Frühstadium der Erkrankung und ungefähr jede zweite im Spätstadium bekomme die richtige Therapie, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel” unter Berufung auf eine Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO).

Bei Frauen mit Krebs im fortgeschrittenen Stadium wurden bei Operationen demzufolge in 40 Prozent der Fälle größere Tumorreste im Bauch zurückgelassen und damit das Schicksal der Patientin meist besiegelt.

„Das ist inakzeptabel”, sagte der wissenschaftliche Leiter der Studie, Andreas du Bois, dem Blatt laut Vorabbericht.

Die meisten Fehler werden den Angaben zufolge nicht bei der Chemotherapie, sondern bei der Operation des Tumors gemacht.

In jedem vierten der untersuchten Fälle im Frühstadium hätten die Operateure keine Zellproben und in der Hälfte der Fälle keine Bauchfell-Biopsien vorgenommen.

Dabei hänge von diesen Proben die weitere Therapie ab. Du Bois kritisierte, dass das Geld für eine Eierstockkrebs-Operation unabhängig von der Operation fließe.

Der AGO zufolge erkranken in Deutschland jährlich etwa 8000 Frauen an einem bösartigen Tumor der Eierstöcke. Damit ist Eierstockkrebs die siebthäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Betroffen sind vor allem Frauen nach den Wechseljahren.
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