Stress im Arbeitsalltag vorbeugen: Entspannen will gelernt sein

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Wenn sich auf dem Schreibtisch ständig die Akten stapeln, kann der Stress im Job auf Dauer krank machen. Foto: dpa

Köln. Gegen Stress im Job hilft nachhaltig nur die richtige Entspannungstechnik. „Und Maßnahmen, die es gar nicht soweit kommen lassen”, sagte Psychologe Uwe Boving in Köln dem dpa-Themendienst. Ansonsten sei Stressbewältigung ein Entwicklungsprozess, der Verfahren wie progressive Muskelentspannung und autogenes Training erfordert.

Die könnten in Kursen erlernt und danach auch im Arbeitsalltag angewendet werden.

Wer Stress auf der Arbeit vermeiden möchte, sollte sich vor allem ein vernünftiges Zeitmanagement aneignen. „Auch die Erkenntnis, Dinge delegieren zu können und nicht alles selbst machen zu wollen, gehört dazu”, sagt Boving. Zudem sei es wichtig, Aufgaben gezielt zu erledigen: wichtige Dinge zuerst, danach die weniger wichtigen.

„Ist der Stress erst einmal akut, gibt es keine simplen Methoden zur Bewältigung”, so der Experte für Stressmanagement. Bei der progressiven Muskelrelaxation werden einzelne Muskeln nacheinander angespannt und wieder entspannt. Das Gefühl der Entspannung soll sich dann nach einiger Zeit auf den gesamten Körper ausbreiten. Diese Methode sei bequem zu Hause anwendbar und benötige 10 bis 15 Minuten. „Auf der Arbeit kann man diese Technik auch verkürzen und in schwierigen Situationen schnell nutzen.”

Im Gegensatz zur Muskelentspannung funktioniert das autogene Training nicht über den Körper, sondern über Gedanken. „Ziel dabei ist es, sich mit bestimmten Formeln und inneren Bildern in einen entspannten Zustand zu versetzen.” Auch diese Methode müsse unter Anleitung erst erlernt werden. Indem sich der Betroffene zum Beispiel auf den körperlichen Zustand von Wärme und Schwere konzentriert, werde ein anhaltendes Entspannungsgefühl hervorgerufen.

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