Leipzig - Start eines großen Projekts zu Volkskrankheiten

Start eines großen Projekts zu Volkskrankheiten

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Proben von Probanden untersucht die Ernährungswissenschaftlerin Christin Helmschrodt am Montag in der medizinischen Fakultät Leipzig. Ein einmaliges Projekt zur Erforschung von Volkskrankheiten hat am gleichen Tag in Leipzig begonnen. Im LIFE Forschungszentrum für Zivilisationskrankheiten werden bis 2013 rund 25.000 gesunde wie kranke Menschen von 100 Wissenschaftlern aufwendig untersucht. Geforscht wird dabei nach den Ursachen, wieso einige Menschen trotz erheblicher Risikofaktoren lange gesund bleiben und sehr alt werden und es wird das Zusammenspiel von individuellem Lebensstil, genetischer Veranlagung, Stoffwechsel und Umweltbedingungen betrachtet. Im Fokus dabei stehen Krankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Depression und Demenz. Foto: Peter Endig dpa/lsn

Leipzig. Wissenschaftler wollen in einem großen Projekt in Leipzig jetzt Volkskrankheiten auf den Grund gehen. Im LIFE Forschungszentrum für Zivilisationskrankheiten werden bis 2013 rund 25.000 - gesunde wie kranke - Menschen von 100 Experten aufwendig untersucht.

„Geforscht wird dabei nach den Ursachen, wieso einige Menschen trotz erheblicher Risikofaktoren lange gesund bleiben und sehr alt werden und andere wiederum schon in jungen Jahren an Gefäßkrankheiten leiden”, sagte am Montag LIFE-Vorstand Joachim Thiery. Dafür wird das Zusammenspiel von Lebensstil, genetischer Veranlagung, Stoffwechsel und Umweltbedingungen betrachtet. Im Fokus stehen Krankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Depression und Demenz.

Für das Projekt werden noch 10.000 Leipziger zwischen 40 und 79 Jahren als Teilnehmer gesucht. Sie werden untersucht, zu Lebensstil und Lebensbedingungen befragt und die Daten dann mit einer „Krankenvergleichsgruppe” aus Patienten des Universitätsklinikums verglichen. Die ersten Ergebnisse sollen Thiery zufolge in zwei bis drei Jahren vorliegen. „Wir erhalten hier hoffentlich für mindestens eine oder zwei der großen Volkskrankheiten wegweisende und neue Einsichten für die Vorbeugung und einen gezieltere Therapie.”

Ein Teil der Blut- und Zellproben soll in einer „Biobank” eingelagert werden. Mit ihnen könne dann auch in 20 Jahren noch geforscht werden, sagte Thiery. Parallel werden 5000 Kinder und Jugendliche auf Auslöser für Krankheiten wie Adipositas und Diabetes mellitus sowie Allergien und psychischen Erkrankungen untersucht.

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