Stammzellen sollen Augenleiden heilen: Test in den USA

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New York. US-Forscher glauben, das Augenleiden Morbus Stargardt mit Hilfe embryonaler Stammzellen behandeln zu können.

Nach vielversprechenden Ergebnissen bei Ratten und Mäusen darf das Verfahren jetzt erstmals auch an Menschen getestet werden. Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA gab nach langem Zögern ihre Zustimmung, teilte das Biotech-Unternehmen Advanced Cell Technology (ACT) am Montagabend mit.

Morbus Stargardt ist eine erbliche Makula-Degeneration, die meist im Alter von 10 bis 20 Jahren einsetzt und das Sehvermögen fortschreitend einschränkt. Bisher gibt es kein Therapie, die die Krankheit aufhalten würde. Unter dem Begriff Makula-Degeneration sind mehrere Erkrankungen zusammengefasst, die die Makula lutea, den „Punkt des schärfsten Sehens”, auch Gelber Fleck genannt, der Netzhaut angreifen.

„Bei Ratten brachten die Stammzellen eine hundertprozentige Besserung im Vergleich zu nicht behandelten Tieren”, erklärte der Chef-Forscher von ACT, Robert Lanza. Auch Mäuse hätten die „fast normale Funktion” ihrer Augen zurückerlangt. „Jetzt hoffen wir, dass wir ähnliche Erfolge bei Patienten mit unterschiedlichen Formen der Makula-Degeneration erzielen.”

Das Verfahren, das Pigmentepithelzellen aus den Stammzellen menschlicher Embryonen gewinnt, wird zunächst nur an zwölf Patienten getestet. Bevor es in den USA je größer zum Einsatz kommen könnte, dürften aber noch etliche Jahre vergehen. Ob es in Deutschland je zugelassen wird, ist wegen der Benutzung embryonaler Stammzellen fraglich.
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