Berlin - Sehnenscheidenentzündung: Lieber Tabletten als Spritzen anwenden

Sehnenscheidenentzündung: Lieber Tabletten als Spritzen anwenden

Von: ddp
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Berlin. Sehnenscheidenentzündungen sind meist äußerst schmerzhaft und langwierig. Nicht wenige Betroffene fragen sich daher, ob die Beschwerden nicht mit Hilfe einer entzündungshemmenden Spritze schneller verschwinden würden.

„Eine solche Spritze, etwa mit Cortison, beruhigt die Entzündung tatsächlich schneller”, bestätigt Karsten Dreinhöfer, Chefarzt der Orthopädie an den Medical-Park-Kliniken in Berlin und Mitglied im Vorstand des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie. Dennoch rät er nur im Notfall dazu, denn: „Die lokale Anwendung der hoch dosierten Medikamente schädigt auf Dauer die Sehne”, erklärt er.

Besser sei es, entzündungshemmende Mittel - meist Schmerzmittel aus der Gruppe der sogenannten nicht-steroidalen Antiphlogistika wie Diclofenac oder Ibuprofen - in Tablettenform einzunehmen. Parallel sollte die Belastung des betroffenen Gelenks reduziert werden. „Genauso weiterzuarbeiten wie bisher, wie es manche Ratgeber empfehlen, ist hier genau das Falsche”, unterstreicht der Experte.

Allerdings hält er auch nichts von einer vollständigen Ruhigstellung des Gelenks. Stattdessen plädiert er für den Einsatz von Lederschienen, beispielsweise am Handgelenk, die noch eine gewisse Beweglichkeit zulassen, die Belastung jedoch reduzieren. Geduld brauchen die Betroffenen trotzdem: „Zwei bis sechs Wochen muss man mindestens rechnen, bis die Beschwerden nachlassen”, informiert Dreinhöfer.

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