Wiesbaden/Hamburg - Schwindel, Schweiß und Herzrasen: Eine Dehydrierung erkennen

Schwindel, Schweiß und Herzrasen: Eine Dehydrierung erkennen

Von: Nina C. Zimmermann, dpa
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Trinken, Trinken, Trinken: Das ist nach wie vor die sicherste Methode eine Dehydrierung zu vermeiden. Foto: ddp

Wiesbaden/Hamburg. Draußen Temperaturen wie in der Wüste und drinnen eine gestörte Klimaanlage: Wer unter solchen Umständen im Zug sitzen muss, läuft Gefahr zu dehydrieren, wenn er nicht genug zu trinken dabei hat.

Bemerkbar macht sich eine Dehydrierung durch Schwindel, der bis zur Ohnmacht führen kann, durch ein allgemeines Schwächegefühl und Herzrasen, erklärte Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten in Wiesbaden, am Montag im Gespräch mit dem dpa-Themendienst. Hinzu kämen Übelkeit und Erbrechen, Angst und starkes Schwitzen.

Umstehende könnten an dem übermäßigen Schweißausbruch und einer blassen Gesichtsfarbe in der Regel gut erkennen, dass mit dem Betroffenen etwas nicht stimmt, sagte Wesiack. „Jemand, der dehydriert ist, bewegt sich auch nicht mehr normal, hängt matt im Sitz und redet kaum.”

Besonders gefährdet seien kleine Kinder, Jugendliche, chronisch Kranke und alte Menschen. Wer wann bei welcher Temperatur schlapp macht, lasse sich allerdings pauschal nicht sagen.

„Flüssigkeitszufuhr ist das A und O, wenn jemand dehydriert ist”, fügte der in Hamburg niedergelassene Internist hinzu. Außerdem sollte der Betroffene sich hinlegen und möglichst die Beine hoch lagern - notfalls im Gang neben dem Abteil. Das helfe, den Kreislauf zu stabilisieren und den Blutdruck zumindest etwas zu erhöhen.

Wenn sie irgendwie zu bekommen sind, seien auch feucht-kalte Lappen hilfreich, um die Körpertemperatur zu senken. Ob ein Arzt hinzugezogen werden muss, hänge davon ab, ob jemand eine chronische Grunderkrankung hat oder nicht. Im Zweifelsfall gelte: „Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig einen Arzt rufen.”

Weil die Klimaanlage ausgefallen war, waren am Samstag etliche Schüler auf dem Rückweg von einer Klassenfahrt in einem ICE zusammengebrochen. Etliche mussten medizinisch versorgt werden, neun kamen ins Krankenhaus. In dem Zug von Berlin ins Rheinland herrschten Passagieren zufolge Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad.
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