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Schritt für Schritt vom Nasenspray entwöhnen

Von: dpa
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Nasenspray
Wer dauerhaft Nasenspray verwendet hat und abhängig geworden ist, kann sich Schritt für Schritt entwöhnen. Die Dosis sollte zunächst langsam verringert werden, etwa mit einem Nasenspray für Kinder, rät das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg. Foto: dapd

Marburg. Wer dauerhaft Nasenspray verwendet hat und abhängig geworden ist, kann sich Schritt für Schritt entwöhnen. Die Dosis sollte zunächst langsam verringert werden, etwa mit einem Nasenspray für Kinder, rät das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg.

Die Wirkstoffe seien darin niedriger konzentriert. Das Spray sollte zudem abwechselnd immer nur in ein Nasenloch gesprüht werden. So könne das jeweils andere Nasenloch regenerieren.

Der nächste Schritt sei es, nur noch nachts einen Nasenflügel mit dem Nasenspray freizuhalten. Nach einigen Tagen könne der künstliche Helfer schließlich abgesetzt werden.

Ist die Nasenschleimhaut sehr gereizt, könnten spezielle Sprays mit Dexpanthenol, Aloe Vera oder Ölen wie Sesam- oder Mandelöl helfen. Nach ein bis zwei Wochen habe sich die Nasenschleimhaut soweit erholt, dass die Nase nicht ständig verstopft sei.

Nasensprays sollten dem DGK zufolge maximal eine Woche lang angewendet werden. Ansonsten drohe eine Abhängigkeit. Sie zeige sich dadurch, dass schon bei der geringsten Schwellung der Nasenschleimhäute das Gefühl entstehe, ein Spray nutzen zu müssen.

Auf Dauer trockne außerdem die Schleimhaut aus, wodurch es zu einer chronischen Verstopfung, Riechstörungen oder Nasenbluten kommen könne.