Berlin - Rückbildung wird nicht immer gezahlt

Rückbildung wird nicht immer gezahlt

Von: dpa
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Berlin. Frauen achten bei der Wahl eines Rückbildungskurses besser genau darauf, wer ihn leitet. Nicht in jedem Fall bekommen sie ihn von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt.

Nur wenn eine Hebamme einen solchen Kurs leitet, werde die Gebühr automatisch von der Kasse übernommen, sagte Claudia Widmaier, Pressereferentin beim Spitzenverband Bund der Krankenkassen in Berlin, dem dpa-Themendienst. Bietet aber eine Physiotherapeutin den Kurs an, zahle die Krankenkasse nicht generell. Frauen sollten vor einer Anmeldung bei ihrer Kasse nachfragen - denn die regeln die Übernahme unterschiedlich.

Es gebe eine Richtlinie, die vorsehe, dass Physiotherapie im Krankheitsfall von der Krankenkasse bezahlt wird, erklärt Helga Leirich, Pressereferentin bei der AOK Bayern. Rückbildung sei aber keine Krankheit - entsprechend bekämen Frauen die Gebühr dafür nicht erstattet. Liegen dagegen gesundheitliche Probleme vor, könne der Arzt die Physiotherapie verschreiben. Eine solche Verordnung sei Voraussetzung für eine Kostenübernahme.

Damit ein Rückbildungskurs bei einer Physiotherapeutin bezahlt wird, müsse eine ärztliche Verordnung vorliegen, sagt auch Christian Elspas, Sprecher der Techniker Krankenkasse Nordrhein-Westfalen. Hebammenkurse würden automatisch bezahlt - es sei denn, eine Frau wünsche mehr als einen Kurs. „Bei einer längerfristigen Therapie muss ein Arzt eingeschaltet werden.”

„Wir machen keinen Unterschied”, sagt dagegen Martin Plass, Pressesprecher Ost bei der Krankenkasse DAK in Berlin. Ein Rückbildungskurs werde erstattet - egal ob eine Frau ihn bei einer Hebamme oder einer Physiotherapeutin besucht.

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