Rhodiumüberzug bei Schmuck bringt Allergikern wenig Gespräch

Von: Nina C. Zimmermann, dpa
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Wolfsburg. Bei einer allergischen Reaktion auf ein neues Schmuckstück versprechen sich manche Abhilfe durch das Rhodinieren. Dabei wird zum Beispiel ein silberner Ehering mit einem Überzug aus Rhodium versehen.

„Das kann man machen, aber es ist nur eine dünne Auflage, die sich mit der Zeit abreibt”, sagte Hans-Jürgen Wiegleb, Goldschmiedemeister und Juwelier aus Wolfsburg, dem dpa-Themendienst. „Der Überzug hat also nur eine gewisse Dauer. Ich würde das Rhodinieren daher nicht empfehlen.”

Rhodium ist ein Nebenmetall von Platin, also ebenfalls ein Edelmetall wie Gold oder Silber. Durch das Rhodinieren erschienen Silberstücke heller und liefen nicht an, erläuterte Wieglieb, der auch Präsident des Zentralverbands der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere ist. Nicht rhodiniertes Silber wird dagegen mit der Zeit schwarz.

Je mehr des für den Ring - um beim Beispiel zu bleiben - hauptsächlich verwendeten Metalls enthalten ist, desto geringer ist Wieglieb zufolge die Allergiegefahr. Am geringsten sei sie bei Gold und Platin, ein bisschen höher bei anderen Edelmetallen. „Ich würde für Eheringe 750er Gold oder mehr empfehlen”, sagte der Juwelier. Diese Zahl besagt, dass in dem Ring 75 Prozent Gold verarbeitet sind. Bei 900er Gold sind es 90, bei 585er 58,5 Prozent. Natürlich sei der Edelmetallanteil aber auch eine Preisefrage.

Vielfach steht das Metall Nickel im Verdacht, Kontaktallergien durch Schmuckstücke auszulösen. „Bei neuerer Fertigung ist das aber auszuschließen”, sagte Wieglieb. Denn Nickel werde von Gold- und Silberschmieden heutzutage wegen des allergenen Potenzials nicht mehr verarbeitet. „Wenn Sie aber einen alten Ring von der Mutter oder der Großmutter haben, kann es sein, dass der Nickel enthält.”
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