Bonn - Rheuma erhöht das Osteoporoserisiko

Rheuma erhöht das Osteoporoserisiko

Von: dapd
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Bonn. Rheumapatienten leiden unter ständigen Entzündungen an den Gelenken, sind durch die Schmerzen in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt und müssen oft Kortisonpräparaten einnehmen.

Das könne sich dauerhaft auch auf die Knochen auswirken, sagt Prof. Erika Gromnica-Ihle, Präsidentin des Deutschen-Rheuma-Liga Bundesverbands in Bonn: „Rheumakranke Menschen sind in besonderer Weise gefährdet, an Osteoporose zu erkranken.”

Bei der auch als „Knochenschwund” bezeichneten Krankheit verlieren die Knochen an Festigkeit, es kommt zu einer erhöhten Anfälligkeit für Knochenbrüche, besonders an den Hüftknochen und den Wirbelkörpern. „Da Bewegung der Erkrankung entgegenwirkt, ist es wichtig, dass rheumakranke Menschen möglichst viele Bewegungseinheiten in ihren Alltag einbauen.”

Neben leichtem Ausdauertraining könne auch regelmäßiges Muskeltraining sinnvoll sein, da dadurch die Knochen nachhaltig gestärkt würden, sagt die Expertin. Ergänzend wirke eine kalziumreiche Ernährung: „Ein Glas Milch, ein Joghurt und zwei Scheiben Käse reichen aus, um den beim knochengesunden Menschen den erforderlichen Bedarf zu decken.” Stärkend auf die Knochensubstanz wirkt auch Tageslicht: „Bei regelmäßigen Spaziergängen an der frischen Luft tankt der Körper Vitamin D.” Das Vitamin, das den Aufbau von Knochensubstanz im Körper fördert, könne auch in Absprache mit dem behandelnden Arzt als Nahrungsergänzung in Form von Vitamin-D3-Tabletten eingenommen werden.

Grundsätzlich sollten alle Rheumatiker möglichst schon zu Beginn der Erkrankung eine Knochendichtemessung durchführen lassen: „Aufgrund dieser Messung hat man einen Ausgangswert zum Vergleich und kann vielleicht sogar eine bis dahin unerkannte Osteoporose erkennen und frühzeitig therapieren.”
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