Raus an die Luft: Auch das hilft gegen trübe Stimmung

Von: dpa
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Depressionen
Gegen trübe Gedanken in der dunklen Jahreszeit helfen in der Regel mehr Bewegung und mehr frische Luft. Foto: ddp

Berlin. Gegen trübe Gedanken in der dunklen Jahreszeit helfen in der Regel mehr Bewegung und mehr frische Luft. „Wir sind im Winter weniger draußen und weniger aktiv. Das ist eine der Ursachen für eine schlechte Stimmung”, sagte Prof. Frank Schneider von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Berlin dem dpa-Themendienst.

Antriebslos zu sein und nicht aus dem Bett zu kommen, könne dann ganz normal sein.

Die Ursache dafür sei vor allem mangelndes Tageslicht. Allerdings ist dieser „Winter-Blues” lediglich eine Verstimmung und keine Krankheit. Denn Zeichen für eine schwere Depression sind vor allem tiefe Traurigkeit, Interessenverlust und Energielosigkeit, was wenigstens zwei Wochen anhalten müsse. Ist das der Fall, sollte ein Hausarzt oder Psychiater um Rat gefragt werden.

Grundsätzlich kann der Mensch sehr lange ohne natürliches Licht auskommen - solange er ausreichend soziale Kontakte habe. „Er hat dann zwar eine miese Stimmung, bekommt aber nicht automatisch eine Depression”, erläuterte Schneider, der die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uniklinik Aachen leitet.

Andererseits sei aber erwiesen, dass Licht manchen Depressiven hilft - es regt das Hirn an, nicht das schlaffördernde Hormon Melatonin auszuschütten und hebt so die Stimmung. In der Therapie tragen Lichtlampen mit einer bestimmten Luxzahl dazu bei, dass diese depressive Patienten „in die Spur gebracht” werden und so in einen normalen Tag-Nacht-Rhythmus finden.

Für gesunde Menschen mit einer jahreszeitlich bedingten Verstimmung sind solche Lampen aber überflüssig, sagt Schneider. „Das ist Pipifax”. Frische Luft und Bewegung reichten - auch bei bedecktem Himmel bekommt der Körper genügend Lichtreize.

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