Raupenhaare können Juckreiz und Pusteln verursachen

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Stuttgart. In Parks, Gärten und an Waldrändern hängen in diesen Wochen die gespinstartigen Nester des Eichenprozessionsspinners in den Bäumen. Man sollte den bis zu einem Meter großen Gebilden besser nicht zu nahe kommen.

Die feinen Härchen der darin verpuppten Raupen können bei Menschen ernsthafte gesundheitliche Probleme durch eine Raupendermatitis auslösen. „Es wäre fatal, aus Neugier die Nester etwa mit einem Stock zu traktieren”, sagt der Stuttgarter Hautarzt Reinhardt Leitz vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen. „Die Härchen der Raupe brechen sehr leicht ab und verteilen sich in der Luft, so dass man dann wie in einem Gifthagel steht.”

Die Haare enthalten ein starkes Eiweißgift namens Thaumetopoein, das quälenden Juckreiz, hellroten Hautausschlag mit Quaddeln und Pusteln sowie Husten und Asthma auslösen kann. „Es handelt sich bei den Haut- und Atemwegserscheinungen nicht um allergische, sondern um eine durch das Gift hervorgerufene pseudo-allergische Reaktion”, sagt Leitz. Das heißt, dass jeder Mensch diese Symptome zeigt, nicht etwa nur empfindliche Allergiker.

Gegen die juckenden Pusteln helfe Kortison als Creme, bei Atembeschwerden zeige eine Injektion des Wirkstoffs schnelle und effektive Wirkung. „Auch Antihistaminka dämmen die Beschwerden ein”, sagt Leitz. Voraussetzung für die effektive Therapie sei allerdings eine korrekte Diagnose. Man sollte deshalb dem Hautarzt von Ausflügen oder Spaziergängen im Grünen berichten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert