Rauchen ist Gift für Migränepatienten

Von: ddp
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In Bayern wird dieses Jahr noch Schluss sein mit Rauchen in Gaststätten, Kneipen und Bierzelten. Foto: Imago

Lunzenau. Kopfschmerzen und Migräne kommen bei Rauchern gehäuft vor, wie spanische Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden haben. So könnten mehr als fünf Zigaretten täglich zum vermehrten Auftreten von Migräneanfällen führen.

Dies wiesen die Forscher um Julio Pascual vom Universitätskrankenhaus in Santander bei einer Untersuchung an 361 Medizinstudenten nach. Auch Cluster- und Spannungskopfschmerzen werden nachweislich durch das Rauchen gefördert. Für die Betroffenen gibt es daher eine klare Empfehlung: Sofort die Finger von den Zigaretten lassen.

Ob der klare Nachweis dieses Zusammenhangs in der Praxis jedoch wirklich Raucher zum Aufhören motivieren kann, ist fraglich. „Wenn kein Leidensdruck da ist, hört man meistens auch nicht auf zu rauchen”, erklärt Ingrid Pawlick, Fachärztin für Allgemeinmedizin in Lunzenau und Vorsitzende des Sächsischen Hausärzteverbandes.

Dennoch könnte der Zusammenhang ein weiteres Argument sein, auf Zigaretten zu verzichten. Der Arzt könne dabei allerdings nur unterstützend wirken, betont Pawlick - die Entscheidung zum Aufhören müsse immer vom Patienten selbst kommen.

Sich für den Rauchstopp zu entscheiden, macht dabei übrigens nicht nur den Kopf klar: Schmerztherapeuten fordern bereits seit längerem, eine Nikotinentwöhnung in das Therapiekonzept bei der Behandlung chronischer Schmerzen einzubinden - denn auch Schmerzen, die beispielsweise auf Durchblutungsstörungen oder entzündliche Erkrankungen zurückzuführen sind, nehmen ab, wenn man sich das Rauchen abgewöhnt.

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