Psychisch bedingte Allergien müssen meist nicht behandelt werden

Von: ddp
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Allergie / Allergiker / Pollen
Auf 2690 Meter sind sie immer noch nicht sicher: Allergiker werden auch auf hohen Bergen von den Pollen eingeholt.

Bremen. Beim Anblick eines Katzenbildes kribbelt es in der Nase, und der Gedanke an Hausstaub löst Juckreiz aus - für Menschen mit einer sogenannten Psychoallergie ist das bittere Realität.

Betroffenen rät der Allergologe Andreas Degenhardt aus Bremen vor allem eines: „Wer für diese psychisch ausgelösten Allergien leicht empfänglich ist, sollte sich gar nicht weiter damit befassen.” Mit anderen Worten: Finger weg von Katzen- und Blumenbildern, wenn man merkt, dass diese allergische Reaktionen hervorrufen. „Das genügt meist schon”, sagt der Allergologe. Eine medizinische Behandlung dieses Phänomens sei nicht üblich.

In Ausnahmefällen und bei erheblichem Leidensdruck könnte nach Degenhardts Worten eine Psychotherapie helfen. Wer bereits wegen anderer Leiden in psychologischer Behandlung sei, sollte dieses Thema am besten in der nächsten Therapie-Sitzung ansprechen, empfiehlt der Experte.

Doch woher weiß man, ob die Allergie echt oder „eingebildet” ist? „Lediglich durch einen Allergietest, der beispielsweise auf der Haut durchgeführt wird, können die Betroffenen feststellen, ob die Allergie psychisch bedingt ist oder tatsächlich durch Staub, Pollen oder Tierhaare. Die subjektiven Symptome sind immer gleich”, sagt Degenhardt.

Entstehen können die Psychoallergien durch eine unerwünschte Wechselwirkung: „Die Psyche hat einen starken Einfluss auf unser Immunsystem und kann somit auch allergische Symptome auslösen”, erklärt der Experte. Allein der Gedanke an Hausstaub könne die Ausschüttung von Botenstoffen in Gang setzen, die eine allergische Reaktion verursachen. Es seien besonders sensible Menschen, die typischerweise zu den Betroffenen zählten.
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