Pausen im Alltag und gute Freunde beugen Burn-Out vor

Von: dapd
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Burn-out
Burn-Out-Persönlichkeiten würden häufig das dauerhafte Gefühl in sich tragen, immer noch mehr regeln und machen zu müssen: „Sie haben nie oder nur sehr selten das Gefühl, auch mal fertig zu sein beziehungsweise Pause machen zu dürfen.” Doch genau das ist es, was Betroffenen fehlt: Die Pause und Erholung zwischendurch. Foto: Theo Heimann, dapd

Andernach. Über Stress im Berufsleben und im Alltag klagen viele Menschen. Ist die Beanspruchung dauerhaft so hoch, dass keine Erholung mehr möglich ist, kann ein Burn-Out die Folge sein.

Christa Roth-Sackenheim, Vorsitzende vom Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) empfiehlt frühzeitig die Notbremse zu ziehen: „Erste Warnsignale sollten in jedem Fall ernst genommen werden.”

Die englische Bezeichnung „Burn-Out” heißt übersetzt „Ausgebrannt”. „Ein Burn-Out ist im Grunde das Gleiche wie eine starke Depression”, sagt die Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie aus Andernach. Die Symptomatik zeige sich nicht von heute auf morgen, sondern entwickele sich über viele Wochen und Monate.

„Deshalb ist es so wichtig, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren.” Erste Anzeichen können zum Beispiel jetzt in der Urlaubszeit deutlich werden, wenn man merkt, nicht mehr richtig abschalten zu können: „Wenn der Urlaub keinen Erholungswert mehr bringt, man ständig Gedanken wälzt oder sich immer gehetzt fühlt, kann das ein Zeichen von psychischer Überforderung sein”, erklärt Roth-Sackenheim.

Auch Schlafstörungen, wie Einschlafprobleme oder nächtliches Erwachen, Herzrasen und Zwangsgrübeln könnten Hinweis auf zu hohe Belastung sein. Burn-Out-Persönlichkeiten würden häufig das dauerhafte Gefühl in sich tragen, immer noch mehr regeln und machen zu müssen: „Sie haben nie oder nur sehr selten das Gefühl, auch mal fertig zu sein beziehungsweise Pause machen zu dürfen.”

Doch genau das ist es, was Betroffenen fehlt: Die Pause und Erholung zwischendurch. „Wer erste Überlastungssymptome bemerkt, sollte deshalb schnellstmöglich einen Gang zurückschalten und versuchen, wieder sein inneres Gleichgewicht zu finden”, rät die Expertin. Dazu sei es ratsam, Erholungspausen im Alltag zu verankern, Sport zu treiben oder Entspannungstechniken zu erlernen. Roth-Sackenheim empfiehlt auch, sich mehr auf soziale Kontakte zu konzentrieren: „Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass gute Freunde ein sehr wirksames Medikament gegen Stress und Überlastung sind.”
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