Neue Liste entlarvt Lebensmittelimitate

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Hamburg. Eine neue Liste der Verbraucherzentrale Hamburg entlarvt Lebensmittelimitate.

Besonders dreist täuschten Hersteller ihre Kunden, deren Produkte gar nichts von den versprochenen Zutaten enthalten, sagt Silke Schwartau, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Hamburg.

So enthielten beispielsweise Wasabi-Erdnüsse keine Spur des japanischen Meerrettichs. Surimi-Garnelen hätten mit echten Garnelen nur die Form gemeinsam, würden aber aus gepresstem Fisch- und Hühnereiweiß geformt. Die Fälle auf der Liste stehen laut Schwartau nur stellvertretend für viele andere Tricksereien.

Woraus Lebensmittelimitate wirklich bestehen, könne der Verbraucher nur in der Zutatenliste sehen. „Die ist aber oft miniklein und dann auch noch dunkelblau auf hellblau geschrieben„, sagt Schwartau. Und bei lose verpackten Lebensmitteln wie dem Meeresfrüchtecocktail aus Fischmuskeleiweiß auf der Liste hätten Verbraucher gar keine Kontrollmöglichkeit.

Die Verbraucherschützerin hält die Imitate auch für gesundheitlich bedenklich. Zum einen peppten die Hersteller sie meist durch Farbstoffe und Geschmacksverstärker auf. Diese führten dazu, dass der Käufer zu viel davon isst. Zum anderen fehlten den Imitaten genau die gesunden Vitamine, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe der Zutaten, die ersetzt wurden. Echter Wasabi wirke beispielsweise antibakteriell, Wasabi-Erdnüsse ohne den japanischen Meerrettich nicht. „Stattdessen beißen Sie auf Geschmacksverstärkern herum”, sagt Schwartau.

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