Natürliches Viagra - was bringen pflanzliche Potenzmittel?

Von: vo
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Potenzmittel
Yarsagumba gilt als das Viagra des Himalaya. Foto: Anton Jankovoy (shutterstock)

Frankfurt. Über Erektionsstörungen spricht Mann nicht gerne. Wird das Problem erkannt, ist die Ursachenfindung häufig zweitrangig - eine schnelle Behandlung muss her. Dabei setzt die Mehrheit immer noch auf das erste Potenzmittel Viagra. Doch auch pflanzliche Potenzmittel werden, gerade aufgrund des günstigeren Preises, immer beliebter. Doch was können die natürlichen Viagra-Pflanzen und können sie mit einer medikamentösen Behandlung mithalten?

Der Yarsagumba Pilz aus dem Himalaja?

Ein natürliches Potenzmittel ist der „Yarsagumba Pilz“ aus Nepal. Inzwischen hat der "Raupenpilz" einen genau so hohen Preis wie Gold. Schon seit Langem wird der Yarsagumba Pilz als Heilmittel bei beispielsweise Nieren- und Lungenleiden eingesetzt. Des Weiterem wird ihm eine Leistungssteigerung nachgesagt, sowie eine vermehrte Produktion von männlichen Sexualhormonen, bei regelmäßigem Verzehr. Aus diesem Grund hat sich der Pilz immer mehr zur Konkurrenz von Viagra entwickelt, allerdings ist bisher eine potenzsteigernde Wirkung von der Wissenschaft noch nicht bestätigt worden.

Yohimbin - aus der Rinde vom Yohimbe-Baum

Als ein weiteres natürliches Potenzmittel wird Yohimbin gehandelt. Dieses wird aus der Rinde des Yohimbe-Baumes gewonnen, welcher insbesondere in Kamerun zahlreich zu finden ist. Yohimbin ist eine natürliche Substanz und gehört als Molekül zu der Gruppe der Indolalkaloide. Yohimbin ist dabei?auch in einigen Arten von Schlangenwurz enthalten, allerdings in minimaler Dosis.

Die Wirkung ist?bei den afrikanischen Ureinwohnern bereits schon über Jahrtausende bekannt und wird entweder als Tee oder Tablette dargereicht. Yohimbin soll die Durchblutung innerhalb des Penis steigern, hat?jedoch einen differenzierten Wirkungsmechanismus als vergleichsweise Sildenafil.

Die Wissenschaft bezeichnet die Funktion als Alpha-2-Adrenorezeptoren. Die Blutgefäße sollen sich erweitern und länger geöffnet bleiben. Das wiederum führt zu einer gesteigerten Durchblutung des männlichen Geschlechtsorganes. Die Wirksamkeit ist hierbei jedoch sehr unterschiedlich und kann nicht pauschaliert benannt werden.

Ginkgo - eine der ältesten Baumarten der Welt?

Ginkgo gehört auf der Welt zu den wirkungsvollsten und ältesten Heilpflanzen. Ursprünglich stammt diese sehr alte Baumart aus China und ist die letzte Art von der Gruppe der Ginkgoales. Die Wirkung von Ginkgo bezieht sich auf Bereiche wie unter anderem Tinnitus, Asthma, Kopfschmerzen und Potenzstörung. Aufgrund der durchblutungsfördernden Wirkung ist Ginkgo auch einsetzbar bei einer erektilen Dysfunktion. Insbesondere die Baumwurzel wird in der chinesischen Medizin bei Potenzproblemen angewendet.

Der berühmte Ginseng?

Der chinesische Ginseng zählt zu den bekanntesten Heilpflanzen und zählt mit seiner Wurzel zu den rein pflanzlichen Potenzmitteln. Wurzeln aus Mandschurei und Korea sollen dabei die beste Qualität vorweisen. Die chinesische Männerwelt setzt bereits seit langer Zeit auf die mitunter stark potenzfördernde Wirkung. In Deutschland sind Ginsengpräparate in guter Qualität sowohl in Reformhäusern und Apotheken erhältlich.

Die Maca-Pflanze?

Die Maca-Pflanze ist verwandt mit der Kresse und unter den "Super-Foods" als das Aphrodisiakum. Abstammend ist sie aus den peruanischen Anden und deren Hochland. Hier wird sie seit mehr als 2.000 Jahren angebaut und verehrt als Heilpflanze. Laut ihrem Ruf schenkt sie Fruchtbarkeit und Vitalität.

Neben ihren zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen besitzt die Wurzel der Maca-Pflanze auch Sterole. Letztere ähneln stark dem männlichen Hormon "Testosteron". Auf natürliche Weise werden so die Bildungen?von Testosteron, bei Frauen Östrogen und die Durchblutung vom Beckengewebe stimuliert. Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass bei täglicher Einnahme sich nicht nur die sexuelle Lust steigert, sondern auch die Anzahl der Spermien erhöht.

Die pflanzlichen Flavonoide?

Laut einer Studie von britischen und amerikanischen Forschern leiden Männer seltener an einer?Störung der Erektion, wenn sie regelmäßig pflanzliche Flavonoide verzehren. Vorkommend sind?Flavonoide unter anderem in Zitrusfrüchten, Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren, Kirschen,?Blaubeeren, Birnen, Rotwein, Erdbeeren, Äpfeln, etc.

Dabei sollen vermutlich vor allem Männer?davon profitieren, die jünger sind als 70 Jahre. Gemäß einer Langzeitstudie mit über 50.000?Männern im mittleren Alter hat sich herausgestellt, dass Männer, die regelmäßig Flavonoide?konsumierten, ein um zehn Prozent gemindertes Risiko aufwiesen, an Erektionsstörungen zu leiden. In?Kombination mit Sport stieg der Prozentsatz sogar auf 21. Ein ursächlicher Zusammenhang ist jedoch?nicht belegt.

Pflanzlich oder medikamentös?

Schon über viele Jahrhunderte werden in den unterschiedlichsten Kulturen pflanzliche Mittel zur Potenzsteigerung eingenommen. Dabei werden die meisten Pflanzen vorrangig als Aphrodisiakum eingesetzt - sie fördern also die sexuelle Lust, nicht die Erektionsfähigkeit selbst. Wenngleich einige Pflanzenmittel in der Lage, die Durchblutung zu fördern, was sich positiv auf die Erektion auswirken kann, sind sie als Aphrodisiaka doch klar vom Potenzmittel Viagra abzugrenzen.

Viagra basiert auf dem Wirkstoff Sildenafil, einem PDE-5-Hemmer, und weist damit, wie alle anderen medikamentösen Potenzmittel, keine luststeigernde Wirkung auf. Es hemmt das Enzym PDE-5, welches für den Abbau der Erektion nach Erreichen des Samenergusses zuständig ist. Auf diese Weise, erlaubt das Potenzmittel einen vermehrten Bluteinstrom in den Penis und dessen Erektion.

Sowohl pflanzliche als auch medikamentöse Mittel nehmen lediglich Einfluss auf bestimmte Körperprozesse und behandeln die Symptome, jedoch nicht die zugrunde liegende Ursache. Zu beachten ist auch, dass die pflanzlichen Mittel nicht wissenschaftlich getestet wurden. Daher können keine zuverlässigen Aussagen über Nebenwirkungen getroffen werden. Hingegen unterliegen Medikamente Zulassungstest, die genau über Nebenwirkungen aufklären. Doch egal für welche Variante sich Mann entscheidet, eine Konsultation beim Arzt ist angeraten. Nur er kann der Ursache für die Erektionsstörung auf den Grund gehen, die nicht zwingend körperlicher Natur sein muss, sondern auch psychisch bedingt sein kann - dann helfen weder Pflanzen noch Medikamente. Zudem ist es wichtig abzuklären, ob nicht eine zugrunde liegende Erkrankung die Störung auslöst.

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