Wiesbaden - Mundgeruch kann auf gefährliche Krankheiten hindeuten

Mundgeruch kann auf gefährliche Krankheiten hindeuten

Von: dpa
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Wiesbaden. Mundgeruch kann ein Anzeichen ernsthafter Erkrankungen sein. Mögliche Ursachen seien zum Beispiel eine Diabetes-bedingte Übersäuerung des Blutes, ein Nierenversagen oder Abszesse in der Lunge.

Das teilt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden mit. Dabei lasse die jeweilige Art des unangenehmen Geruchs Rückschlüsse auf eine mögliche Erkrankung zu.

Besonders besorgniserregend ist den Angaben zufolge nach Azeton riechender Atem, der dem stechenden Geruch von Lösungsmitteln ähnelt. Er tritt zwar auch auf, wenn gesunde Menschen längere Zeit nichts gegessen haben. Er könne aber auch auf eine diabetische Ketoazidose hinweisen.

Bei dieser Übersäuerung des Blutes infolge eines zu hohen Blutzuckerspiegels können Betroffene in ein lebensbedrohliches diabetisches Koma fallen. Sie sollten deshalb von einem Arzt untersucht und, falls sich der Verdacht bestätigt, schnellstmöglich auf einer Intensivstation mit Insulin behandelt werden.

Mundgeruch, der an Urin erinnert, könne ein Symptom von Nierenschwäche oder gar -versagen sein. Diese führen dazu, dass Schadstoffe mit dem Blut in die Lunge gelangen und ausgeatmet werden, erläutert der BDI. Eine weitere Ursache von übelriechendem Atem können eiternde Abszesse in der Lunge oder Tumore in der Speiseröhre oder im Magen sein - sie äußern sich durch fauligen Geruch.

In den meisten Fällen hat Mundgeruch nach Angaben des BDI aber eine harmlose Ursache und kann einfach bekämpft werden: Nahrungsreste, die von Bakterien in der Mundhöhle zersetzt werden. Dagegen helfen regelmäßiges und gründliches Zähneputzen sowie in hartnäckigen Fällen die Anwendung von Zungenschaber und Mundwasser.

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