Mit Vitamin B3 gegen Krankenhauskeime

Von: dapd
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Münster. Vitamin B3 schützt vor gefährlichen Bakterien. Diese Erkenntnis könnte vor allem zur Abwehr der sogenannten „Krankenhauskeime” eine wichtige Rolle spielen.

Ein deutsch-amerikanisches Wissenschaftlerteam berichtet über diese Entdeckung in der Anfang September erschienenen Ausgabe des Fachmagazins „Journal of Clinical Investigation”. „Bestimmte weiße Blutkörperchen - sogenannte Neutrophile - spielen im angeborenen Immunsystem eine wichtige Rolle bei der aktiven Bekämpfung schädlicher Mikroorganismen”, erklärt Nils Thoennissen von der Universität Münster.

„In unseren Versuchen haben hohe Nicotinamid-Dosen die Neutrophile sowohl bei lebenden Mäusen als auch im menschlichen Blut im Reagenzglas gestärkt. Die Neutrophile schütteten dadurch vermehrt antibakteriell wirkende Stoffe aus”, sagt der Krebsforscher. Nicotinamid wirke dabei unter anderem gegen diejenigen Stämme des Bakteriums Staphylococcus aureus, die gegen viele Antibiotika resistent seien und sich deshalb nur schwer bekämpfen ließen.

Zwar tragen rund 70 Prozent aller Menschen dieses Bakterium unbeschadet auf der Haut. Bei bereits geschwächten Patienten kann der Keim jedoch zu Haut- und Weichgewebeinfektionen sowie zu Lungen- und Knochenentzündungen führen. Deshalb sind die antibiotikaresistenten Stämme gerade in Krankenhäusern so gefährlich.

Die bisher eingesetzten Nicotinamid-Dosen entsprachen etwa dem 300-fachen der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Tageszufuhr. Nebenwirkungen seien erst bei noch größeren Mengen zu erwarten, heißt es in der Publikation.
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