Migranten mit psychischen Problemen gehen oft zu spät zum Arzt

Von: dapd
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Berlin. Offenbar aus Angst vor Stigmatisierung gehen viele Migranten mit psychischen Problemen zu spät zum Arzt.

Darauf verweist die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN). „Die häufigsten Gründe sind Scham und Unwissenheit oder auch die fehlende Einsicht, dass es sich bei ihrem Leiden um eine Krankheit handelt, die behandelt werden sollte”, sagt Andreas Heinz vom DGPPN-Vorstand.

Je nachdem aus welchem Kulturkreis die Menschen kämen, sei die Stigmatisierung sehr unterschiedlich: So sei bei Muslimen Alkoholsucht problematisch, weil der Konsum von Alkohol im Islam grundsätzlich abgelehnt werde, heißt es.

Von psychischen Erkrankungen Betroffene sollten stärker als bisher auf Hilfsangebote aufmerksam gemacht werden, forderte Heinz. Er verwies auf Studien, wonach deutlich weniger Migranten eine Psychotherapie erhielten als die deutschstämmige Bevölkerung.
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