Hamburg - Mehr junge Arbeitnehmer fehlen wegen psychischer Probleme

Mehr junge Arbeitnehmer fehlen wegen psychischer Probleme

Von: ddp
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Hamburg. Jüngere Erwachsene bleiben immer häufiger wegen psychischer Krankheiten der Arbeit fern. Bei den 25- bis 29-jährigen Frauen haben sich die Krankheitsfälle durch psychische Leiden von 1997 bis 2009 weit mehr als verdoppelt (plus 143 Prozent), wie die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) am Montag in Hamburg mitteilte.

Bei allen berufstätigen Frauen habe der Anstieg 107 Prozent betragen. Männer zwischen 25 bis 29 Jahren verzeichneten den Angaben zufolge 124 Prozent mehr Fehltage wegen seelischer Gründe im Gegensatz zu einem Plus von 97 Prozent in allen Altersklassen.

Psychische Erkrankungen nehmen bei den Jüngeren zwar am stärksten zu, die meisten Leiden dieser Art finden sich jedoch bei den 55- bis 59-Jährigen, wie ein DAK-Sprecher auf ddp-Anfrage sagte. So hätten Frauen dieser Altersgruppe zuletzt 276 Fehltage auf 100 Versicherte verzeichnet. Bei den weiblichen Versicherten zwischen 25 und 29 Jahren seien es 119 Fehltage gewissen. Generell seien Frauen stärker als Männer von psychischen Krankheiten betroffen.

Bei diesen Leiden sei seit 1997 ein kontinuierlicher Anstieg zu beobachten, sagte der DAK-Sprecher. Mittlerweile würden psychische Krankheiten bei allen Ausfallgründen den vierten Rang einnehmen hinter Atemwegserkrankungen, Muskel- und Skeletterkrankungen sowie Verletzungen. Ende der 90er Jahre hätten noch Verdauungs- und Kreislaufprobleme vor den psychischen Beschwerden gelegen.

Der Anstieg ist nach Ansicht des Sprechers auch auf stärkere Sensibilisierung von Patienten und Ärzten zurückzuführen. Zudem seien Arbeitsnehmer vermehrt psychischen anstatt körperlichen Belastungen ausgesetzt. Hinzu kämen Sorgen um den Arbeitsplatz.

Die Zahlen basieren auf den DAK-Gesundheitsreporten, die ärztliche Krankschreibungen der erwerbstätigen Versicherten erfassen.
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