Düsseldorf - Mediziner: Vorsicht bei schwerer Schwangerschaftsübelkeit

Mediziner: Vorsicht bei schwerer Schwangerschaftsübelkeit

Von: epd
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Düsseldorf. Mediziner mahnen zur Vorsicht, wenn Frauen sich in der Schwangerschaft ständig übergeben müssen.

„Gefährlich wird es, wenn man an Gewicht verliert und unter Flüssigkeitsmangel leidet”, sagte Ulrich Gembruch von der Abteilung für pränatale Medizin und Geburtshilfe des Uniklinikums Bonn dem epd. Sehr schwere Formen von Schwangerschaftsübelkeit könnten unbehandelt sogar bis zum Tod führen.

Diese schwere Form komme allerdings relativ selten vor, sagte Wolfgang Janni von der Frauenklinik am Uniklinikum Düsseldorf: „Bei 1.800 Geburten im Jahr haben wir das etwa ein bis zwei Mal.” Betroffene werden mehrere Tage lang stationär aufgenommen, um über Infusionen mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt zu werden. Bei wirklich schweren Fällen komme auch eine Behandlung mit Medikamenten in Betracht, etwa mit einer Kombination von Vitamin-B6-Präparaten und einem Antihistamin oder aber auch mit Cortison.

Die englische Schriftstellerin Charlotte Brontë („Jane Eyre”) soll schon 1855 an den Folgen einer solchen sogenannten Hyperemesis gravidarum gestorben sein. Sie magerte durch unablässiges Erbrechen stark ab und verlor viel Flüssigkeit.

Etwa drei Viertel aller Frauen wird während der Schwangerschaft schlecht. Die Hälfte aller Schwangeren muss sich in den ersten Wochen häufig übergeben, ein Viertel leidet an Übelkeit ohne Erbrechen. Die Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht.
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