Männer überschätzen ihre Gesundheit oft

Von: dpa
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Hamburg/Weinheim. Männer überschätzen ihren gesundheitlichen Zustand oft. Eine aktuelle Umfrage aus sechs europäischen Ländern und den USA habe gezeigt, dass Männer zwischen 40 und 80 Jahren zu rund 85 Prozent glaubten, sie seien gesund.

Die Krankenakten hätten allerdings ganz anderes ausgesagt, erläutert Prof. Frank Sommer, Inhaber des Lehrstuhls für Männergesundheit an der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf. Während Frauen es gewohnt seien, auf die eigene und die Gesundheit der Familie zu achten, ignorierten Männer Schmerzen oft einfach.

Männer seien aber besonders anfällig für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Häufig gingen Antriebslosigkeit und Müdigkeit diesen Leiden voraus, sagt Sommer. Statt die Folgen von Krankheiten zu behandeln, sollten Männer viel stärker vorsorgen.

Dabei helfe häufig schon ein Schrittzähler. Viele Männer schätzten konkrete Ziele und messbare Erfolge, erläutert Sommer in der Zeitschrift „Psychologie heute” (Ausgabe 5/2019).

10.000 Schritte am Tag seien auch für Büromenschen machbar, wenn sie die Treppe statt den Aufzug benutzen und kurze Wege zu Fuß gehen. Wer dagegen aus dem Stand „bis zur Erschöpfung joggt”, tue sich keinen Gefallen.

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