Berlin - Leitung oder Heilquelle: Wasser ist reine Geschmackssache

Leitung oder Heilquelle: Wasser ist reine Geschmackssache

Von: Tina Eichmüller, ddp
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Wasser fliesst in München auf dem Westfriedhof aus dem Rohr einer Wasserentnahmestelle. An heissen Tagen und nach körperlicher Anstrengung stillt nichts den Durst so zuverlässig wie ein Glas Wasser. Dabei ist es Geschmackssache, ob das Wasser viel oder wenig Kohlensäure enthält, ob es leicht salzig ist und ob es kühl oder zimmerwarm serviert wird. "Wasser ist unser Lebenselixier: wir verwenden es zum Waschen, Duschen, Kochen - und wir trinken es täglich", sagt Rose Marie Donhauser, Co-Autorin des Buches "Die Welt des Wassers" (Umschau). Wie wichtig Wasser sei, erkenne man daran, dass ein Mensch zwar 50 Tage ohne Essen auskommen koenne - aber nur 5 bis 8 Tage ohne Wasser. Foto: Sascha Schürmann/ ddp

Berlin. An heißen Tagen und nach körperlicher Anstrengung stillt nichts den Durst so zuverlässig wie ein Glas Wasser. Dabei ist es Geschmackssache, ob das Wasser viel oder wenig Kohlensäure enthält, ob es leicht salzig ist und ob es kühl oder zimmerwarm serviert wird. „Wasser ist unser Lebenselixier: wir verwenden es zum Waschen, Duschen, Kochen - und wir trinken es täglich”, sagt Rose Marie Donhauser, Co-Autorin des Buches „Die Welt des Wassers”.

Wie wichtig Wasser sei, erkenne man daran, dass ein Mensch zwar 50 Tage ohne Essen auskommen könne - aber nur 5 bis 8 Tage ohne Wasser.

Trinkbares Wasser lässt sich in folgende Kategorien einteilen: Leitungswasser, Tafelwasser, Mineralwasser und Heilwasser. „Leitungswasser wird aus Grundwasser gewonnen, Tafelwasser ist mit Kohlensäure angereichertes Leitungswasser, und Mineralwasser wird aus einer Quelle abgefüllt”, erklärt die Expertin.

Bei Mineralwasser müssten strenge Qualitätskriterien erfüllt sein, und wie der Namen schon sagt sei es mit vielen Mineralstoffen und auch Spurenelementen angereichert. „Laut Gesetz muss es zum Beispiel ursprünglich und rein sein, aus einer amtlich eingetragenen Quelle stammen und vor Ort abgefüllt werden”, sagt Donhauser. Zudem sei verpflichtend, dass Mineralwasser mindestens ein Gramm gelöste Mineralstoffe pro Liter enthalte.

„Auch Heilwasser stammt aus Quellen. Es wird noch strenger kontrolliert als Mineralwasser”, sagt Donhauser. Geschmack und Geruch dieser Sorten seien teilweise gewöhnungsbedürftig. Manches Heilwasser rieche zum Beispiel durch seinen hohen Jodgehalt nach faulen Eiern.

Hier stehe der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund: Heilwasser sei kein Durstlöscher wie Leitungswasser, sondern werde gezielt gegen Beschwerden wie zum Beispiel Gelenkschmerzen oder auch prophylaktisch eingesetzt.

„Leitungswasser kann in Deutschland unbedenklich genossen werden - es ist mit Abstand das am strengsten kontrollierte Lebensmittel”, betont Rose Marie Donhauser. Es sei nach der Trinkwasserbestimmung so beschaffen, dass ein lebenslanger Genuss von zwei bis drei Litern am Tag der Gesundheit keinen Schaden zufüge.

„Das Wasseramt gewährleistet die Qualität des Wassers bis vors Haus - danach ist der Hausbesitzer verantwortlich”, erklärt die Expertin. Wer genau über die Qualität seines Leitungswassers Bescheid wissen will, kann sich beim Vermieter über die Beschaffenheit der Rohre erkundigen und/oder eine Probe bei einer Wasserprüfstelle abgeben.

Wasser ist nicht nur lebensnotwendig, sondern auch ein Genussmittel, das die Spitzengastronomie mittlerweile für sich entdeckt hat. „In manchen Lokalen stehen über 40 verschiedene Mineralwasser auf der Getränkekarte, und immer mehr Menschen wollen sich zu einem tollen Essen - oft auch anstelle von Alkohol - ein exquisites Wasser gönnen”, sagt Donhauser.

Der Ursprung dieses Trends sei die nunmehr seit 20 Jahren anhaltende Fitness- und Wellnesswelle. „Wasser hat die Softdrinks in ihre Schranken gewiesen. Der vermehrte Konsum und auch die Bevorzugung bestimmter Marken ist heute absolut salonfähig”, sagt die Autorin.

Beim Genuss der diversen Sorten könne man große Unterschiede in Weichheit und Geschmack feststellen. „Wie deutlich die Abweichungen sind, wird einem erst bewusst, wenn man die verschiedenen Marken parallel probiert”, sagt Donhauser. Die ersten Unterscheidungen in still, medium und spritzig seien noch offensichtlich.

Nuancenreicher wird es, wenn man nun herausschmecken soll, dass das Wasser salzig, weich, leicht herb oder eher süßlich im Abgang schmeckt. Wer neugierig ist, kann bei seiner nächsten Einladung die Probe machen und seinen Gästen fünf bis acht verschiedene Wassersorten vorsetzten. „Sie werden feststellen, dass jeder seinen Favoriten hat”, sagt die Autorin.
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