Lebensweise der Mutter beeinflusst Qualität der Muttermilch

Von: dapd
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Halberstadt. Selbst gekochter Babybrei und Gemüse aus biologischem Anbau: Für ihre kleinen Kinder wollen Eltern nur das Beste. Können Mütter durch ihre eigene Ernährung auch die Qualität der Muttermilch beeinflussen? „In bestimmten Grenzen ist das tatsächlich so”, bestätigt Holger Handel vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

„Grundsätzlich sollten sich stillende Mütter natürlich so gesund und ausgewogen wie möglich ernähren, vor allem aber sollten sie bestimmte Dinge unterlassen.” Zum Beispiel sollten sie selbst keine Kuhmilch in großen Mengen zu sich nehmen. Dies könne nämlich bei den Kindern allergische Reaktionen begünstigen, erklärt der Kinder- und Jugendarzt aus Halberstadt. Häufig riefen auch Lebensmittel, welche die Mutter selbst nicht gut verträgt, bei den Kindern ebenfalls entsprechende Reaktionen hervor: „Viele Mütter beobachten etwa, dass nach dem Genuss von Hülsenfrüchten auch die Kinder Blähungen bekommen. Wer derartige Zusammenhänge bemerkt, sollte entsprechend auf diese Lebensmittel verzichten.”

Vorsicht sei beim Genuss von Alkohol geboten: Zwar sei mal ein Glas Wein durchaus erlaubt, doch sollte es nach Möglichkeit erst nach dem Stillen getrunken werden, nicht unmittelbar davor. „Ein absolutes Tabu ist hingegen Rauchen”, betont der Vorsitzende des Landesverbands Sachsen-Anhalt der Kinder- und Jugendärzte. „Das Nikotin gelangt nämlich ebenfalls in die Muttermilch und kann somit ähnlich schwere Schäden verursachen wie Rauchen während der Schwangerschaft.”

Vor der Einnahme von Medikamenten sollte man sich mit einem Arzt beraten. Viele Mittel, darunter auch einige häufig verschriebene Antibiotika, können über die Muttermilch an das Kind weitergeben werden. „Hier sollte daher unbedingt mit dem Gynäkologen oder dem Kinder- und Jugendarzt Rücksprache gehalten werden”, sagt Handel. Gegebenenfalls müsse vor Beginn der Anwendung genügend Milch abgepumpt werden oder während der Medikamenteneinnahme mit Fertigmilch zugefüttert werden.
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