Laus-Behandlung muss nach acht bis zehn Tagen wiederholt werden

Von: ddp
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Laupheim. Für die meisten Menschen ist es ein peinliches Erlebnis: Es juckt an behaarten Körperstellen und der Arzt entdeckt Läuse. Ein kleiner Trost ist es dann immerhin, dass Medikamente die ungeliebten Blutsauger effektiv bekämpfen. Am häufigsten verwende man die Wirkstoffe Allethrin, Permethrin oder Pyrethrin, erklärt die Hautärztin Madeleine Schunter aus Laupheim.

Je nachdem, welche Körperregion betroffen ist, werden diese Mittel in Form von Shampoos oder Gels zunächst einmal verabreicht. Die Einwirkzeit beträgt etwa eine Stunde. Da die Lauseier sehr widerstandsfähig seien, müsse die medikamentöse Behandlung nach acht bis zehn Tagen wiederholt werden. Hilfreich sei es, wenn man die betroffenen Körperhaare vorher so gut wie möglich abschneidet. Spezielle Kämme helfen zusätzlich, die etwa zwei bis drei Millimeter großen Insekten loszuwerden.

„Der Mensch kann von drei Lausarten befallen werden”, erklärt die Hautärztin: Die Kopflaus, die Körper- oder Kleiderlaus sowie die Filzlaus - wobei die Kleiderlaus heutzutage so gut wie ausgestorben sei. „Beim Kopflausbefall ist die Kopfhaut betroffen, Filzläuse sind vor allem an den Schamhaaren zu finden.” Die Kopflaus verbreite sich meist in Kindergärten und Schulen, die Filzlaus beim Geschlechtsverkehr.

„Läuse können nicht hüpfen, so wie Flöhe. Sie wandern von Haar zu Haar. Das geschieht meist bei engem Körperkontakt”, erläutert Schunter. Decken, Bürsten, Kämme, Kissen oder Handtücher, die mehrere Personen verwenden, fördern eine Übertragung. Ein „Laus-Geplagter” sollte sich diese Alltagsgegenstände also niemals mit anderen Menschen teilen.

Alle Personen, die näheren Kontakt zu den Betroffen hatten, also Familienmitglieder, Mitschüler, Spielkameraden oder - bei Filzläusen - die Sexualpartner sollten sich sicherheitshalber untersuchen lassen, ob die Blutsauger übertragen wurden. Dabei dürfen sich die Angehörigen aber nicht zu früh in Sicherheit wiegen: „Die meisten Menschen mit Lausbefall zeigen zunächst keine Symptome.” Denn laut Schunter dauert es einige Tage, bis die Lauspopulation anwächst und das Immunsystem auf sie reagiert. Denn erst dann zeige sich der typische starke Juckreiz.
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