Erfurt - Längere Hörschwäche nach Infekten kann Zeichen für Paukenerguss sein

Längere Hörschwäche nach Infekten kann Zeichen für Paukenerguss sein

Von: ddp
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Erfurt. Im Laufe einer Erkältung oder anderer Atemwegsinfekte hat man häufig ein taubes Gefühl auf den Ohren.

Verschwindet die Hörschwäche nicht innerhalb weniger Tage, kann sich dahinter ein Paukenerguss verbergen. Vor allem Kleinkinder zwischen zwei und sechs Jahren leiden häufig an diesem Krankheitsbild, bei dem ein zähes Sekret das Mittelohr verstopft, wie Ellen Lundershausen, zweite Vorsitzende des Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, erläutert. Meistens litten die betroffenen Kinder unter Hörstörungen auf beiden Ohren.

Insbesondere wenn Kinder im Zuge eines Infektes zusätzlich eine Entzündung der Rachenmandeln bekommen, kann dies nach Angaben der HNO-Ärztin die Entstehung eines Paukenergusses begünstigen. Eltern sollten deshalb bei solchen Erkrankungen besonders darauf achten, ob ihr Kind dauerhaft unter Einschränkungen des Gehörs leide, sagt Lundershausen.

Wenn der Paukenerguss nicht rechtzeitig erkannt werde, könne sich die Flüssigkeitsansammlung hinter dem Trommelfell verdicken und zu längerfristigen Beeinträchtigungen führen. Im Zweifelsfall sollten Eltern deshalb besser einen HNO-Arzt zu Rate ziehen und einen Hörtest machen lassen.

Behandelt werde der Paukenerguss in der Regel zunächst mit schleimlösenden Medikamenten oder wärmender Rotlicht-Bestrahlung, erklärt die Ärztin. Falls dies keine Besserung bringe, müsse ein operativer Eingriff in Erwägung gezogen werden, bei dem das Sekret entfernt werde.
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