Künstliche Farbstoffe fördern Hyperaktivität

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Mainz. Bestimmte künstliche Farbstoffe in Lebensmitteln können Kinder hyperaktiv machen.

Daher müssen einige Produkte wie Fruchtgummis, Limonaden oder Backdekor EU-weit ab kommenden Dienstag (20. Juli) den Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen” tragen. Darauf macht die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz aufmerksam.

Die Verbraucherschützer empfehlen, bis dahin die Zutatenliste genau zu studieren oder gleich Bio-Produkte zu kaufen. Letztere dürfen der EU-Öko-Verordnung zufolge grundsätzlich keine künstlichen Farbstoffe enthalten.

Gekennzeichnet werden müssen Lebensmittel, die die Azofarbstoffe Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Cochenillerot (E 124a) und Allurarot (E 129) und das umstrittene Chinolingelb (E 104) enthalten.

Diese Farbstoffe stehen den Verbraucherschützern zufolge unter anderem schon länger im Verdacht, allergieähnliche Reaktionen hervorzurufen. Eine britische Studie ergab zudem, der Konsum von einem Gemisch der Azofarben bei Kindern zu Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefiziten führen kann.

Die Homepage wurde aktualisiert