Kritik an Massenbestellung für Schweinegrippe-Impfstoff

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Hamburg. Auf Länderebene formiert sich Widerstand gegen eine weitere Massenbestellung des Impfstoffs gegen die Schweinegrippe.

„Wir sind der Meinung, dass die bereits bestellten Impfdosen für 30 Prozent der Bevölkerung ausreichend sind”, sagte Hamburgs Gesundheitssenator Dietrich Wersich (CDU) dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel”.

Kritik an den Maßnahmen gegen die Schweinegrippe kommt auch aus Bremen. „Keiner will sich vorwerfen lassen, im Falle des Falles nichts getan zu haben”, sagte Matthias Gruhl, Leiter der Abteilung Gesundheitspolitik in Bremen, dem Magazin. „Dieses Sicherheitsdenken ist aber teuer: Es kostet mehr als eine Milliarde Euro, die auch an anderer Stelle im Gesundheitswesen genutzt werden könnte”, fügte Gruhl hinzu.

Gruhl kritisierte, das bundeseigene Robert-Koch-Institut (RKI) und das für die Impfstoffzulassung zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) würden zu sehr Einfluss auf die Politik nehmen, um „noch mehr Impfstoffe und noch mehr Medikamente zu kaufen”.
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