Krankenkasse: Immer mehr Borreliose-Fälle in NRW

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Düsseldorf. In den vergangenen drei Jahren ist die Zahl der Borreliose-Infektionen in Nordrhein-Westfalen laut Techniker Krankenkasse um rund 16 Prozent gestiegen.

Mussten 2006 knapp 8700 Versicherte der Kasse wegen der Infektionskrankheit zum Arzt gehen, waren es 2008 schon mehr als 10.000. Die Krankenkasse schätzt, dass sich in NRW rund 100.000 Menschen jedes Jahr mit Borreliose infizieren. Die Infektionskrankheit kann von Zecken durch einen einzigen Stich übertragen werden.

„Warme und feuchte Sommer sind ein idealer Nährboden für die Zecken. Eine weitere Ausbreitung der Borreliose in diesem Jahr wäre daher nicht überraschend”, sagte der Sprecher der TK in NRW, Christian Elspas, am Freitag in Düsseldorf. Nicht jeder Zeckenstich habe automatisch eine Borreliose-Erkrankung zur Folge. Wichtig sei, die Einstichstelle genau zu beobachten. „Zum Arzt sollte man gehen, wenn sich ein roter Fleck um die Einstichstelle bildet, der langsam größer wird.”

Borreliose kann das Nervensystem angreifen und zu Entzündungen von Gelenken, Herz oder Gehirn führen. Symptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, entzündete Gelenke oder geschwollene Lymphknoten können auf eine Borreliose-Infektion hinweisen. „Wenn die Borreliose rechtzeitig mit Antibiotika behandelt wird, heilt sie meist folgenlos und vollständig aus”, sagte der Sprecher.

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