Kondome reißen in der Regel nur bei falscher Handhabung

Von: dpa
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Verhütung oder nicht? Möchte Er kein Kind, kann das eine Beziehung stark belasten. Foto: Jens Schierenbeck / dpa/tmn

Berlin. Kondome reißen laut der Stiftung Warentest in Berlin meist durch falsche Handhabung oder Nachlässigkeit. Grundsätzlich seien Kondome sicher, ergab eine Untersuchung von 24.500 Kondomen von 26 Marken.

Nur fünf Kondome hatten im Test ein Loch, schreibt die Organisation in ihrer Zeitschrift „test” (Ausgabe 4/2009). Alle Produkte aus Latex erhielten die Note „gut”. Ein „sehr gut” sei nicht vergeben worden, weil keine Verhütungsmethode einen hundertprozentigen Schutz biete.

Auch Kunststoffkondome für Latex-Allergiker schnitten im Test zufriedenstellend ab. Für diese Kondome gibt es noch keine Prüfnorm, daher vergaben die Warentester keine Note. Um eine Beschädigung zu verhindern, raten sie dazu, die Packung über die Aufreißhilfe parallel zum Rand zu öffnen. Vor dem Überstreifen sollte das Kondom nicht zum Prüfen ausgerollt werden.

Die Warentester weisen außerdem darauf hin, dass Kondome nur einen wirksamen Schutz bieten, wenn sie über den bereits erigierten Penis übergerollt und nicht übergezogen werden. Sie dürften außerdem nicht zu groß sein und nicht abrutschen können. Besonders jüngere Männer neigten dazu, in einen zu großen „Anzug” zu schlüpfen - und liefen dann Gefahr, das Kondom beim Sex zu verlieren.

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