Kleine Schnittwunde beim Kind: Jod drauf und ein Motiv-Pflaster

Von: dapd
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Autsch, geschnitten! Schon rollen Krokodilstränen und der Schock beim Kind sitzt tief. Wenn es brennt und blutet, sieht eine Wunde meistens schlimmer aus, als sie tatsächlich ist. Foto: dapd

Hamburg/Berlin. Autsch, geschnitten! Schon rollen Krokodilstränen und der Schock beim Kind sitzt tief. Wenn es brennt und blutet, sieht eine Wunde meistens schlimmer aus, als sie tatsächlich ist.

„Zunächst ist es wichtig, die Wunde etwas ausbluten zu lassen, damit Schmutz und Bakterien ausgespült werden können”, sagt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. in Berlin. „Falls möglich, kann man die Wunde auch unter fließendes Wasser halten.”

Schon nach wenigen Minuten sollte die Blutung dann nachlassen. „Ist das nicht der Fall oder ist der Blutfluss ungewöhnlich stark, muss die Wunde fest abgebunden und der Patient dem Arzt vorgestellt werden”, rät Fegeler.

Bei kleinen Verletzungen reiche es aber auch, etwas Jodsalbe zur Desinfektion auf die Wunde zu geben und ein Pflaster draufzukleben, im Idealfall ein schönes Kinderpflaster mit Motiv: „Am Anfang schützt das Pflaster vor Verunreinigung, zum Beispiel wenn das Kind draußen spielt”, sagt der Kinderarzt.

„In den kommenden Tagen bewahrt es vor allem davor, dass das Kind immer wieder den schützenden Schorf abpult.” Bei einer normalen Wundheilung seien kleine Schnitzer und Schürfwunden nach maximal zehn Tagen abgeheilt.

„Wenn Kinder allerdings keinen oder einen nur unzureichenden Impfschutz gegen Tetanus haben, sollten Eltern auch kleinere Wunden mit dem Arzt klären”, ergänzt Fegeler. Sonst drohe durch eine kleine Verletzung das Risiko, an Wundstarrkrampf zu erkranken, eine häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit.
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