Kinder psychisch kranker Eltern haben selbst erhöhtes Erkrankungsrisiko

Von: dapd
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Berlin. Ob bedingt durch Vererbung oder der Übernahme bestimmter Verhaltensweisen - Kinder, deren Eltern psychisch erkrankt sind, haben selbst ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Berlin. Ob bedingt durch Vererbung oder der Übernahme bestimmter Verhaltensweisen - Kinder, deren Eltern psychisch erkrankt sind, haben selbst ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Besonders hoch ist das Risiko, wenn sowohl Vater und Mutter betroffen sind, wie die Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin erklärt. Bei etwa einem Drittel der Kinder betroffener Eltern treten demnach psychische Erkrankungen auf. „Die Eltern können ihren Kindern eine genetische Vulnerabilität, das heißt ein erhöhtes Risiko für psychische Störungen vererbt haben, doch auch das Verhalten der Eltern kann sich belastend auswirken”, erklärt Thomas Becker von der DGPPN in Berlin. „Psychisch kranke Patienten können ihren Kindern nicht immer die nötige Aufmerksamkeit und Zuwendung schenken, die für eine gesunde psychische Entwicklung gerade in den ersten Jahren wichtig sind.”

Wichtig sei es deshalb, Gefährdungen rechtzeitig zu erkennen und Unterstützung anzubieten, sagt Becker. „Eine Einzel- oder Familienpsychotherapie kann bereits erkrankten Kindern helfen oder bei gefährdeten Kindern das Risiko senken.” Wichtig sei auch, dass die Kinder über die Erkrankung des betroffenen Elternteils informiert würden - auch, damit sie sich nicht selbst die Schuld geben. Eine verlässliche Beziehung zu einem (nicht erkrankten) Erwachsenen, Freunde, Hobbys und schulischer Erfolg könnten das Kind ebenfalls widerstandsfähiger machen gegenüber Belastungen, die sich aus einer Erkrankung von Vater oder Mutter ergeben könnten.

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