Schmalkalden - Keine Chance für Säuren: Fluorid stärkt den Abwehrschild der Zähne

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Keine Chance für Säuren: Fluorid stärkt den Abwehrschild der Zähne

Von: dapd
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Pro Tag sollte man die Zähne mindestens drei Minuten putzen. Eine Anwendung mit Fluorid stärkt zusätzlich den Abwehrschild der Zähne. Foto: ddp

Schmalkalden. Der Zahnschmelz ist das härteste Material des menschlichen Körpers. Diese Eigenschaft hat er aus gutem Grund, denn er schützt die Zähne gegen aggressive Säuren, die in Speisen und Getränken enthalten sind oder unter dem Einfluss von Kariesbakterien entstehen können.

„Um die Zähne vor Erosion und Karies zu bewahren, ist es besonders wichtig, diesen Schutzschild zu erhalten”, erklärt Kerstin Blaschke, Vorstandsmitglied im Freien Verband Deutscher Zahnärzte.

Der beste Verbündete im Verteidigungskampf gegen die Säuren sind Fluoride. Diese Salze können über die Ernährung aufgenommen werden, etwa in Form von fluoridiertem Speisesalz oder über spezielle Fluoridtabletten. Zur Kariesprophylaxe empfiehlt die Zahnärztin aus dem thüringischen Schmalkalden jedoch vor allem äußerlich anzuwendende Mittel.

„Mit Fluorid angereicherte Zahncremes oder Mundspüllösungen wirken direkt auf den Zahnschmelz ein und stärken ihn.” Bei Kindern sollten sie aber erst ab dem ersten bleibenden Zahn angewendet werden, wenn die Kleinen richtig ausspucken können, denn zu viel oral aufgenommenes Fluorid kann toxisch wirken. „Bis dahin sollten spezielle Kinderzahncremes verwendet werden.”

Bei erhöhtem Kariesrisiko empfiehlt die Zahnärztin ab dem Schulalter zusätzlich zum normalen Zähneputzen ein Fluoridgel. Es wird einmal pro Woche nach dem Putzen auf die Zahnoberflächen aufgetragen - am besten vor dem Zubettgehen, da man anschließend auf Ausspülen, Essen und Trinken verzichten sollte. „Einen effektiven Kariesschutz erzielt man jedoch nur bei regelmäßiger Anwendung.”

Bei Kindern und Jugendlichen von 6 bis 18 Jahren kann der Zahnarzt ein solches Gel per Rezept verschreiben, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dann die Kosten. „Bei einem besonders kariesanfälligen Gebiss kann das Gel auch in eine spezielle Zahnschiene gegeben werden, wo es einwirken kann, ohne durch den Speichel verwässert zu werden.”

Ergänzend empfiehlt die Zahnärztin die Versiegelung kariesfreier Einfurchungen mit einem lichthärtenden Material im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung: „Die Versiegelungen sollte man bei zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls eine Nachversiegelung durchführen lassen.”
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