Offenbach - Johanniskraut-Präparate beeinträchtigen Wirkung anderer Medikamente

Johanniskraut-Präparate beeinträchtigen Wirkung anderer Medikamente

Von: ddp
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Offenbach. Kälte und Dunkelheit schlagen vielen Menschen so sehr aufs Gemüt, dass sie eine Winterdepression entwickeln.

Dann kann eine Therapie mit Johanniskraut sinnvoll sein, das die Lichtempfindlichkeit erhöht und dadurch stimmungsaufhellend wirkt.

„Johanniskraut-Präparate sind einigen chemischen Mitteln durchaus ebenbürtig und helfen wunderbar gegen leichte Depressionen sowie bei Angst- und Spannungszuständen”, bestätigt Hans-Rudolf Diefenbach, stellvertretender Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbandes. Vorsicht ist allerdings in Kombination mit anderen Medikamenten geboten: Johanniskraut regt die Bildung eines bestimmten Enzyms in der Leber an, das daraufhin einige Medikamente besonders schnell abbaut.

„Davon betroffen sind neben der Anti-Baby-Pille eine Reihe von Herzmitteln, aber auch Asthma- und Aids-Medikamente sowie einige chemische Antidepressiva”, weiß der Apotheker aus Offenbach am Main.

Er empfiehlt deshalb, sich vor dem Kauf von Johanniskraut-Präparaten ausführlich vom Arzt oder Apotheker beraten zu lassen. Gemeinsam kann dann nach Lösungen gesucht werden: „Dann kann der Arzt beispielsweise ein anderes Antidepressivum oder ein Herzmittel mit anderem Wirkstoff verschreiben. Und bei leichten Spannungszuständen und Stress helfen auch Mittel mit Hopfen, Baldrian oder Melisse.”

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