Jetzt an die Grippe-Schutzimpfung denken

Von: dapd
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Grippe
Ein Arzt hält eine Spritze mit Grippeimpfstoff.

Lindlar. Wenn kühleres Wetter das Immunsystem herausfordert, ist die erste Grippewelle im Herbst nicht mehr fern. „Gerade jetzt ist es sinnvoll, dass Immunsystem bewusst zu stärken”, rät Thomas Assmann vom Deutschen Hausärzteverband: Mit einer gesunden Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft.

Wer auf Nummer sicher gehen wolle, sollte über einen Grippe-Impfschutz nachdenken, empfiehlt der Hausarzt aus Lindlar. „Allein im vergangenen Jahr sind 10.000 Menschen an den Folgen einer Influenza gestorben. Man darf das Risiko nicht unterschätzen.” Assmann rät allen Menschen zu einer Impfung, besonders aber älteren Patienten und solchen, die eine andere Grunderkrankung haben. Denn wer an einer chronische Krankheit leidet, herz- oder lungenschwach ist, hat auch ein weniger starkes Immunsystem. „Die Grippe ist bei diesen Menschen dann oft besonders gefährlich.”

Sinnvoll sei die Impfung auch für Personen, die täglich mit vielen anderen Menschen zu tun haben, zum Beispiel Schüler, Lehrer oder Angestellte im Gesundheitswesen. Eine hundertprozentige Garantie auf Grippe-Resistenz biete die Impfung nicht, aber die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts bescheinigen zumindest eine neunzigprozentige Sicherheit bei gesunden Menschen unter 60 Jahren.

In der Regel keine Nebenwirkungen

Der Impfstoff wird jedes Jahr neu zusammengestellt und entspricht den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Geimpft wird gegen zwei bis drei Influenza-Viren, die als aktuelle Bedrohung eingestuft sind. „Daneben existieren aber über 150 andere bekannte Erreger, die nicht in der Impfung berücksichtigt werden”, räumt der Experte ein. „In ganz seltenen Fällen erleben wir auch, dass Menschen trotz Impfung erkranken.” Eine solche Grippe verlaufe dann aber erfahrungsgemäß eher mild und abgeschwächt.

Wer die aktuelle Grippeimpfung wahrnehmen möchte, sollte sich ab sofort einen Termin bei seinem Hausarzt geben lassen, rät Assmann: „Oktober und November gelten als optimaler Impfzeitpunkt.” Ungefähr zwei Wochen dauert es dann, bis die Impfung ihre volle Wirkungskraft ausgebildet hat. Mit Nebenwirkungen müssten Patienten in der Regel nicht rechnen: „Ab und zu kommt es zu ganz leichten Grippesymptomen, die aber schnell wieder verschwinden.”
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