Jede zweite Frau nutzt Brustkrebs-Früherkennung

Von: dpa
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Brustkrebsfrüherkennung
Mehr als jede zweite Frau zwischen 50 und 69 Jahren nutzt in NRW das Angebot zur Früherkennung von Brustkrebs. Foto: dpa

Münster. Mehr als jede zweite Frau zwischen 50 und 69 Jahren nutzt in NRW das Angebot zur Früherkennung von Brustkrebs. Seit der Einführung Ende 2005 haben 1,2 Millionen Frauen am sogenannten Mammographie-Screening teilgenommen.

Wie das Referenzzentrum für Mammographie der Universitätsklinik Münster am Freitag mitteilte, ließen sich 2008 landesweit 520.639 Frauen untersuchen. Davon kamen mehr als 55.000 bereits zum zweiten Mal. In 4190 Fällen wurde Krebs festgestellt.

Durch das Mammographie-Screening könne das Sterberisiko um bis zu 35 Prozent gesenkt werden, teilte das Referenzzentrum für Mammographie mit. „Tasten allein bringt in der Früherkennung nichts”, sagte Zentrumsleiter Walter Heindel. „Das kann nur ein Zusatz sein.” Wenn Frauen einen Knoten selbst ertasten können, sei er schon bis zu zwei Zentimeter groß. 28 Prozent der beim Screening erkannten Tumore waren hingegen kleiner als einen Zentimeter. Im Gegensatz zum Tastbefund habe der Krebs in diesem frühen Stadium häufig noch nicht die Lymphknoten befallen. Die Heilungschance liege dann bei 90 Prozent.

„Das Mammographie-Screening ist die beste Methode zur frühzeitigen Erkennung von Brustkrebs”, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Münster. Bundesweit würden Krankenkassen rund 160 Millionen Euro im Jahr für das Brustkrebs-Screening zahlen. In Deutschland erkranken etwa 57.000 Frauen jedes Jahr neu an Brustkrebs, 17.500 sterben daran.

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