Inlineskates: Sicher in den Frühling rollen

Von: ddp
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Inlineskates
Im Frühling schreit der Körper nach Bewegung. Mancher erinnert sich da vielleicht an das alte Paar Inlineskates im Schrank. Wäre es nicht wunderbar, durch die ersten warmen Tage zu rollen? Je nachdem, in welchem Zustand die guten Stücke einst eingemottet wurden, sollten sie allerdings technisch überprüft werden, damit es bei den ersten Fahrversuchen nicht zu Unfällen kommt. Foto: ddp

Heroldstatt. Im Frühling schreit der Körper nach Bewegung. Mancher erinnert sich da vielleicht an das alte Paar Inlineskates im Schrank. Wäre es nicht wunderbar, durch die ersten warmen Tage zu rollen?

Je nachdem, in welchem Zustand die guten Stücke einst eingemottet wurden, sollten sie allerdings technisch überprüft werden, damit es bei den ersten Fahrversuchen nicht zu Unfällen kommt.

Häufig sind zum Beispiel die Rollen abgewetzt, weil sie auf harten Asphalt- oder Betonböden starken Belastungen ausgesetzt waren. Besonders die Innenkanten würden meist stark beansprucht, sagt Helmut Hilsenbeck, Geschäftsführer des „Deutschen Rollsport- und Inline-Verbands" (DRIV): „Wenn die Rollen an der Spitze schon keilförmig sind, sollte man sie lieber wechseln.” Solange die Abnutzung noch nicht zu stark sei, könnten manchmal auch die Räder des linken mit jenen des rechten Schuhs getauscht werden und umgekehrt.

Entscheidend für die Sicherheit ist freilich auch, dass die „Bremsen” noch richtig funktionieren. „Der Stopper sollte noch Profil haben”, betont Hilsenbeck. Wenn die lebenswichtige Bremsvorrichtung starke Gebrauchsspuren zeige, sollte man sie lieber erneuern. Immerhin müssten dafür auch nur um die fünf Euro investiert werden, sagt der Inline-Experte.

Ein besonders sensibler Teil der Skates sind die Kugellager. Feuchtigkeit und Staub können hier schnell zu Verunreinigungen führen. Wenn es schon hörbar knirsche, sei eine Reinigung ratsam oder es sollten neue Lager angeschafft werden, rät Hilsenbeck. Schließlich sorgten verschmutzte Lager für einen höheren Rollwiderstand und damit für weniger Fahrspaß. Wer sich die Reparatur selbst nicht zutraut, kann die Lager auch im nächsten Sportfachgeschäft reinigen oder auswechseln lassen.

Ebenso sollte bei allen anderen Putz- und Reinigungsaktivitäten darauf geachtet werden, die Kugellager zu schonen. „Inlineskates dürfen auf keinen Fall unter Wasser getaucht werden”, warnt Hilsenbeck. Denn dann könne Feuchtigkeit in die Lager eindringen und sie beschädigen. Besser sei, die Schuhe behutsam mit einem feuchten Tuch und etwas Seifenwasser abzuwischen. Besondere Vorsicht ist wiederum beim äußeren Wischen von Räderschiene und Kugellagern geboten: Wer hier mit zuviel Druck arbeite, könne den Dreck leicht in die Lager pressen, sagt der Experte.

Um die Verletzungsgefahr bei Stürzen so gering wie möglich zu halten, sollte zudem eine passende Schutzausrüstung vorhanden sein. Knie- und Ellenbogenschoner sowie ein Helm gehören besonders für Anfänger zur Mindestausstattung. „Sehr wichtig ist auch ein Protektor für das Handgelenk”, betont Hilsenbeck. Denn Inline-Skater zögen sich bei Stürzen sehr oft Handgelenksbrüche zu.

Wer erst im vergangenen Sommer die ersten Fahrversuche unternommen hat, ist womöglich generell noch etwas wacklig auf den Rollen. Viele Rollsportvereine und -schulen böten Kurse an, in denen die Teilnehmer das Fahren und vor allem auch das richtige Bremsen lernen könnten, sagt Hilsenbeck. Darüber hinaus trifft man hier auch Gleichgesinnte, mit denen man gemeinsam Skaten kann. Informationen und Kontakte sind auf der Homepage des DRIV unter driv.de erhältlich.
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