Infrarotbäder: Alternative zur Sauna

Von: Melanie Löw, dapd
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Düsseldorf. Sauna und Dampfbad tun gut. Aber vielen ist die Luft in der Sauna zu heiß und sie verzichten deshalb auf das Saunieren. Doch es gibt eine sanftere Alternative: die Infrarotwärmekabine.

„Bei Infrarotwärmekabinen erfolgt die Wärmeübertragung nicht über die Luft, wie bei der Sauna, sondern über die Strahlung, die erst in der Haut in Wärme umgewandelt wird”, erklärt Dirk Peters vom Deutschen Wellness Verband in Düsseldorf. Dadurch sind die Temperaturen bei der Infrarotwärmekabine mit 35 bis 40 Grad Celsius wesentlich geringer als die 85 bis 90 Grad Celsius der Sauna.

„Die Wirkung des Infrarotbades ist grundsätzlich mit jener der Sauna vergleichbar”, sagt Peters. „Die regelmäßige Anwendung wirkt sich positiv auf das körperliche Wohlbefinden aus.” Unter anderem würden beispielsweise das Herzkreislaufsystem gestärkt und die Durchblutung der Haut gefördert. Die vermehrte Schweißbildung führe zu einer Entgiftung des Körpers.

„Im Prinzip eignet sich ein Infrarotbad für jeden, aber besonders für Personen, denen ein Sauna- bzw. Dampfbad zu heiß ist”, sagt der Experte. Durch die geringere Temperatur ist es im Vergleich zur herkömmlichen Sauna auch möglich, etwas länger in der Infrarotkabine zu bleiben. Nach etwa 30 bis 40 Minuten solle man das Bad aber beenden und sich lauwarm abduschen.

Für das Infrarotbad gelten die üblichen Vorsichtsregeln, die auch bei anderen Formen des Saunierens bekannt sind: So sollte man mit einem erhöhten Thromboserisiko, einem Herzschrittmacher, einer offenen Wunde oder einer starken Erkältung kein Bad nehmen. „Im Zweifel immer den Arzt fragen”, betont Peters. Wegen der starken Schweißbildung muss man außerdem viel trinken.

„Eine Infrarotwärmekabine kann kompakter gebaut werden als eine Sauna”, sagt Stefan Schöllhammer, der in Schwäbisch Hall ein Unternehmen führt, das unter anderem auch Sauna- und Infrarotwärmekabinen baut: „Man braucht keinen Ofen und keine so stark isolierten Wände.”

So seien die Infrarotwärmekabinen im Vergleich zu einer Sauna auch preiswerter. Darüber hinaus sei eine Infrarotwärmekabine leichter aufzustellen, da sie kleiner sei und einfach über einen Steckdosenanschluss an das Stromnetz angeschlossen werden könne, erklärt der Fachmann.

Wer sich eine eigene Infrarotkabine zulegen möchte, dem rät Schöllhammer, sich im Vorfeld gut zu informieren: „In jedem Fall sollte man sich überlegen, was man genau möchte und welche Ansprüche man selber hat”. Hier spiele beispielsweise die Kabinengröße oder die Kombinationsmöglichkeit mit einer Sauna eine Rolle. „Manchen Menschen sind die Temperaturen des Infrarotbades nach einer Weile zu niedrig. Mit einer Kombinationskabine aus Sauna und Infrarotkabine können sie auch die Vorteile eines Saunabades nutzen.”

In jedem Fall mahnt Schöllhammer beim Kauf auf die Qualität der Kabine zu achten, da mitunter minderwertige asiatische Importe für viel Geld verkauft würden. Kaufinteressenten sollten etwa auf die Verarbeitung und auf Prüfsiegel wie das RAL-Gütezeichen oder das GS-Gütesiegel achten, damit das Wohlbehagen in der Infrarotkabine nicht durch Ärger getrübt wird.
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