In der Schwangerschaft die Augen im Auge behalten

Von: ddp
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Wismar. Übelkeit, geschwollene Beine, unruhige Haut, Vergesslichkeit - dass eine Schwangerschaft diese und andere Begleiterscheinungen haben kann, wissen die meisten Frauen.

Dass dazu jedoch auch Veränderungen der Augen gehören können, ist weniger bekannt: „Es gibt Fälle, in denen Frauen während der Schwangerschaft weniger scharf sehen können als sonst”, erläutert Ulrich Freitag, Gynäkologe aus Wismar und Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Frauenärzte.

Betroffen sind häufig Frauen, die ohnehin eine starke Brille brauchen. Die Sehveränderung kann auf eine Verdickung der Hornhaut durch Wassereinlagerung oder auch eine Verkrümmung der Hornhaut zurückgehen.

Sorgen braucht man sich darüber im Allgemeinen nicht zu machen: „Meist verschwinden die Probleme circa sechs bis acht Wochen nach der Schwangerschaft wieder”, berichtet Freitag. Ist die Veränderung allerdings sehr ausgeprägt, kann es nötig sein, für die Übergangszeit eine neue Brille anpassen zu lassen. „Die Frauen sollten das auf jeden Fall mit dem Augenarzt besprechen und nicht zum Optiker gehen”, rät der Gynäkologe.

Auch während der Pressphase der Geburt kann es Veränderungen in den Augen geben, beispielsweise Einblutungen in den Augenhintergrund. Hier sind ebenfalls eher Frauen betroffen, die eine starke Brille tragen. Da viele von ihnen auch Haftschalen nutzen, sollten sie in jedem Fall ihren Frauenarzt darüber informieren. Freitag rät: „In solchen Fällen sollte man am besten schon in der Schwangerschaft mit dem Augenarzt besprechen, ob ein Risiko besteht und was man tun sollte.”

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