Berlin - Immuntherapie-Spritzen sind bei Allergien effektiver als Medikamente

Immuntherapie-Spritzen sind bei Allergien effektiver als Medikamente

Von: ddp
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Pollen/Heuschnupfen
Die Heuschnupfen-Zeit hat begonnen. Besonders gefährdet sind Kinder. Foto: ddp

Berlin. Allergiegeplagte können ihre Beschwerden auf lange Sicht mit einer Immuntherapie lindern. Bei der auch als Hyposensibilisierung bekannten Methode wird der Körper mit Hilfe von Spritzeninjektionen oder Präparaten, die unter der Zunge aufgetragen werden, an die jeweiligen Allergene gewöhnt.

Die sogenannten sublingualen Verfahren mit Tropfen oder Tabletten für den Hausgebrauch sind allerdings nur empfehlenswert, wenn die Spritzengabe nicht möglich ist, wie Jörg Kleine-Tebbe, Allergologe am Berliner Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, betont.

Die Langzeitwirkung der Spritzen-Therapie ist nach Angaben des Allergieexperten besser durch medizinische Studien belegt, dazu beuge sie auch effektiver einem allergischen Asthma vor. Deshalb sei die medikamentöse Methode, bei der sich der Patient das Präparat in der Regel selbst verabreichen kann, eher für Menschen geeignet, die Spritzenangst hätten oder nicht regelmäßig alle vier Wochen für die Injektion einen Arzt aufsuchen könnten.

Um eine dauerhafte Beschwerdefreiheit zu erzielen, müssten die Allergen-Präparate zudem über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren regelmäßig eingenommen werden, sagt Kleine-Tebbe.

Überdies sollte auch bei der sublingualen Therapie zumindest die erste Dosis im Beisein eines Arztes genommen werden, wenn der Hersteller dies empfehle. Denn häufig könnten Nebenwirkungen wie Prickeln oder Juckreiz im Mundraum oder in seltenen Fällen noch heftigere allergische Reaktionen ausgelöst werden, sagt der Mediziner.

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