Im Arbeitsalltag auf den Biorhythmus achten

Von: ddp
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Lübeck. Im Laufe eines Arbeitstages sind wir unterschiedlich leistungsfähig. Dafür ist unter anderem unser Biorhythmus verantwortlich.

„Jeder Mensch hat durchschnittlich zwei Hoch- und zwei Tiefphasen pro Tag”, sagt Henrik Brandt, Diplom-Psychologe in Lübeck und Buchautor. Er empfiehlt, die Leistungsschwankungen möglichst bei der Planung seines Arbeitstages zu berücksichtigen.

Jeder Mensch hat einen individuellen Biorhythmus, allerdings lassen sich Mittelwerte errechnen. Im Durchschnitt kommen die Hochphasen morgens gegen 10 Uhr und am späten Nachmittag.

„Das erste Tief erleben viele Menschen nach dem Mittag gegen 14 Uhr. Das zweite Tief fällt in die Zeit des Nachtschlafs”, berichtet Brandt. Auch in den Zwischenzeiten seien Schwankungen möglich: So erlebe man im Tagesverlauf etwa alle 90 bis 120 Minuten ein leichtes Tief.

Wenn man seinen Arbeitstag selbst gestalten kann, sollte man wichtige Termine eher in die Leistungshochs legen. In den Tiefs lassen sich hingegen Routinearbeiten oder leichtere Aufgaben bewältigen.

„Außerdem sollte man darauf achten, alle 90 Minuten eine Pause von fünf bis zehn Minuten zu machen”, sagt der Autor des Buches „Die Power-Pause”.

Er schlägt vor, diese möglichst aktiv zu gestalten. Dazu könne etwa Bewegung und frische Luft gehören oder eine kurze Entspannungseinheit. „Es ist gut, wenn man sich dafür eine Technik wie Autogenes Training oder Muskelentspannung nach Jacobson aneignet”, sagt Brandt.

Auch mit der Ernährung könne man gegen seine Tiefs vorgehen. „Wenn ich zum Beispiel um 10 Uhr einen wichtigen Termin habe, esse ich eineinhalb Stunden vorher eine Mahlzeit, die vorhält und mir Energie gibt”, sagt der Coach.

Er rät dazu, sich ausgewogen zu ernähren. Ein energiereiches Frühstück bestehe dann etwa aus Müsli oder Vollkornbrot und Obst. Auch Zwischenmahlzeiten könnten helfen, größere Leistungstiefs zu vermeiden. „Schokoladenriegel geben kurzfristig Energie, während Vollkornprodukte oder ein Joghurt mit Obst länger vorhalten”, sagt Brandt.
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