Holzschutzmittel in Innenräumen können gesundheitsgefährdend sein

Von: dpa
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Bonn. Beim Anwenden von Holzschutzmitteln im Inneren von Häusern ist Vorsicht geboten. Die Mittel enthielten gesundheitsgefährdende Schadstoffe wie gegen Insekten wirkenden Nervengifte. Diese könnten durch die Luftzirkulation vom Dachstuhl in Wohnbereiche gelangen, warnt Karl-Jürgen Prull, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) in Bonn.

„Spätestens wenn ein Dachgeschoss nachträglich zum Wohn- oder Schlafraum ausgebaut wird, kommen Menschen mit den Bioziden in Berührung”, erklärt Prull.

Bisher dürfen auch Dachstühle und die Innenseiten von Außenwänden mit Holzschutzmitteln behandelt werden, weil sie gemäß DIN 68800 zum Außenbereich zählen. Eine chemische Behandlung sei jedoch nicht notwendig, erklärt Prull.

Eine Studie belege, dass keine Holzschutzmittel im Innenbereich gebraucht würden, wenn man technisch getrocknetes Holz verwendet und es gegen Feuchtigkeit schützt. Das zeigten auch die Erfahrungen der deutschen Fertighausindustrie, die bereits 500.000 Fertighäuser ohne Holzschutzmittel gebaut und noch keine Reklamationen erhalten habe.

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