Hohe Überlebenschancen bei angeborenem Herzfehler

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Bonn. <br /> Die Überlebenschancen für Kinder mit angeborenem Herzfehler sind in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren enorm gestiegen.

Während 1989 noch etwa jedes fünfte Kind mit einer solchen Diagnose starb sind es derzeit nur noch fünf Prozent. Das gab die Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren am Mittwoch in ihrem Jahresbericht in Bonn bekannt. Immer genauere Untersuchungsmethoden und immer wirkungsvollere Behandlungsmöglichkeiten, die auch immer weniger invasiv seien, machten das möglich. Pro Jahr kommen in Deutschland rund 6.000 Kinder mit angeborenem Herzfehler zur Welt.

Mit drei Millionen Euro hat der gemeinnützige Verein im abgelaufenen Jahr 15 Ausstattungs- und Forschungsprojekte an acht deutschen Kinderherzzentren in Bonn, Sankt Augustin, Aachen, Berlin, Hannover, Gießen, Kiel und Tübingen unterstützt. Ein Schwerpunkt lag auf der Forschung an mitwachsenden Herzklappen. Diese sollen den kleinen Herzpatienten künftig die heute noch nötigen belastenden Folgeoperationen ersparen, wenn aufgrund ihres Wachstums eine bisherige Ersatzklappe zu klein geworden ist.

In Deutschland benötigen jedes Jahr 600 Kinder und Jugendliche eine solche mitwachsende Herzklappe. Forscher in Aachen, Berlin und Hannover hätten in diesem Bereich 2008 deutliche Fortschritte erzielen können, teilte der Verein mit.

Elf Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten half die Fördergemeinschaft im vergangenen Jahr mit lebensrettenden Herzoperationen in Deutschland. In den 20 Jahren des Bestehens des Vereins wurde fast 100 herzkranken Kindern aus solchen Regionen die Operation ermöglicht.
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