Hinter müden Augen steckt häufig eine verminderte Tränenproduktion

Von: dapd
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Augenarzt/Untersuchung
Hinter müden Augen steckt häufig eine verminderte Tränenproduktion. Foto: dpa

Düsseldorf. Wenn das Sandmännchen kommt, reiben sich kleine Kinder die Augen. Auch Erwachsene kennen das Gefühl, wenn am Abend die Augen schwer und schläfrig werden.

„Grund für die müden Augen ist eine verminderte Produktion der Tränenflüssigkeit, die Augen werden weniger befeuchtet, können sich dann trocken oder brennend anfühlen”, erklärt Professor Horst Brewitt, Leiter des Ressorts „Trockenes Auge” beim Berufsverband der Augenärzte in Düsseldorf.

Zu den Auslösern, die tagsüber zu müden Augen, Rötungen oder geschwollenen Lidern führen können, gehört ihmzufolge Arbeiten am Computer. Häufig seien Büroarbeiter betroffen, die lange am Computerbildschirm sitzen. Unverträgliche Kosmetika, Kontaktlinsen oder rauchige Luft könnten den Tränenfilm ebenfalls stören. Und schließlich verdunste bei starker Zugluft oder trockener Heizungswärme der Tränenfilm vermehrt. All dies führe zu den unangenehmen Symptomen.

Im Normalfall werde die Tränenproduktion auf sehr komplizierte Weise neurovegetativ gesteuert, erklärt Brewitt: „Sie unterliegt erheblichen Tagesschwankungen in Menge und Zusammensetzung.”

Mit zunehmendem Alter nehme die Tränenproduktion ab, auch Rauchen oder das Tragen von Kontaktlinsen fördere die Entstehung trockener Augen. Wer allerdings ständig im Alltag oder im Beruf über Symptome der müden Augen klagt und die Augen am liebsten geschlossen halten würde, leidet möglicherweise unter einer Störung des Tränenfilms. Dies sollte der Augenarzt untersuchen, rät Brewitt. Denn die Ursache für die Tränenfilmstörung seien manchmal auch andere Allgemeinerkrankungen sein, zum Beispiel Diabetes, chronischer Rheumatismus oder entzündliche Gefäßerkrankungen. Und: „Das Gefühl müder Augen kann auch eine Nebenwirkung von Medikamenten sein”, sagt Brewitt.

In der Regel kann die Mehrzahl der Betroffenen mit Hilfe von „künstlichen Tränen” (Tränenersatzmitteln) erfolgreich therapiert werden, sagt der Experte: „Diese Produkte befeuchten die Augenoberfläche und verbessern die Qualität des Tränenfilms.”
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